Der Gesamtpreis ging an Solveig Flörke und Marko Rösseler für ihren Beitrag aus Mellen.Foto: privat
Balve/Mellen. Den meisten Balvern dürfte bekannt sein, dass Solveig Flörke unter anderem in Mellen eine Dokumentation über das Ehrenamt für den WDR produziert hat. Für ihre herausragende Berichterstattung über ehrenamtliches Engagement hat der Rhein-Kreis Neuss vier Journalisten bei einem Festakt im barocken Wasserschloss Dyck mit dem Journalistenpreis „Pro Ehrenamt – Hermann Wilhelm Thywissen-Preis“ ausgezeichnet. Der Preis wurde in den Kategorien Lang-Format, Kurz-Format sowie Nachwuchsförderpreis verliehen. Aus dem Kreis dieser drei Preisträger wurde zudem ein Gesamtpreis vergeben. Die Bekanntgabe erfolgte am Abend der Preisverleihung. Eine siebenköpfige Jury hatte die Preisträger in einem mehrstufigen Verfahren ausgewählt.
Mit dem Gesamtpreis wurden Solveig Flörke und Marko Rösseler für ihre TV-Dokumentation „Tod im Vereinsheim? Wie Vereine ums Überleben kämpfen“ ausgezeichnet. Der Film, der auch in der Kategorie „Lang-Format“ gewann und in der ARD-Mediathek abrufbar ist, zeigt, mit welch großem Engagement sich Ehrenamtler für das Fortbestehen ihrer Vereine einsetzen – auch und gerade in schwierigen Zeiten, in denen vielerorts oftmals Freiwillige fehlen, die Posten und Verantwortung übernehmen. Die stellvertretende Jury-Vorsitzende Bruni Reitzenstein lobte in ihrer Laudatio die tolle, klare Erzählweise und die moderne Bildsprache der Dokumentation.
„Der Film ist ein leiser, aber glühender Appell und Aufruf, ein Mutmacher zum Mitmachen, Weitermachen mit dem Ehrenamt“, sagte sie. „Die Doku legt den Finger in die Wunden, erzählt von der Transformation auch im Ehrenamt und der Notwendigkeit neuer Ideen, neuer Horizonte für Vereine.“
Die für den Journalistenpreis „Pro Ehrenamt – Hermann Wilhelm Thywissen-Preis“ eingereichten Beiträge zeigten die große Bandbreite ehrenamtlichen Engagements. Dessen hohe Bedeutung für das Gemeinwohl unterstrich Landrat Hans-Jürgen Petrauschke in seinem Grußwort. „Wenn es um die Leistungsträger in unserer Gesellschaft geht, wird eine Gruppe leicht übersehen: die Ehrenamtler“, betonte er und hob hervor, auf welch vielfältige Weise sie das Leben und den Alltag ihrer Mitbürgerinnen und Mitbürger bereichern. „Hinzu kommt: Wer sich aus freien Stücken für die Allgemeinheit und seine Mitmenschen einsetzt, zeigt nicht nur Verantwortungsbereitschaft, sondern auch Solidarität mit der Gemeinschaft.“
Die Bedeutung des Ehrenamts unterstrich auch der Jury-Vorsitzende Wolfram Kons in seinem Grußwort: „Ehrenamtliches Engagement stärkt unsere gesamte Gesellschaft von innen heraus. Die Berichterstattung hierüber würdigt nicht nur diesen so wichtigen Einsatz, sondern kann auch viele weitere Menschen motivieren, sich selbst für andere einzusetzen. Dieser Dominoeffekt der Hilfe und des Engagements hat eine enorme Wirkung.“




