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Lüdenscheid. Durch akribische Ermittlungen hat die Polizei den Weihnachts-Tankstellenraub (Werdohler Landstraße) aufgeklärt. Ein 36-jähriger Lüdenscheider wurde am Donnerstag vergangener Woche festgenommen. Er sitzt in Untersuchungshaft. Auch gegen seinen 31-jährigen mutmaßlichen Komplizen, ebenfalls ein Lüdenscheider, liegt ein Haftbefehl vor.

Mit vorgehaltener Schusswaffe hatten zwei maskierte Männer am Abend des 1. Weihnachtsfeiertages die Aral-Tankstelle überfallen. Ihre Gesichter verbargen sie unter Schals. Sie zwangen den 18-jährigen Kassierer ihnen Zigaretten und Bargeld auszuhändigen. Das zuvor in den Tank gefüllte Benzin bezahlten sie natürlich auch nicht.

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Ein Zeuge beobachtete, wie die Maskierten in einen silbernen Mercedes stiegen und in Richtung Werdohl flüchteten. An dem Wagen hingen Kennzeichen, die kurz vor dem Raub in Lüdenscheid gestohlen wurden. Kommissar Zufall half den Ermittlern, denn die Täter rückten sich selbst noch zwei weitere Male in den Fokus der Polizei.

Zwei Tage nach dem Raubüberfall verursachte ein silberner Mercedes einen Unfall. Die Polizei fand den beschädigten Wagen und stellte ihn sicher. Die Polizei durchsuchte seinen Wagen und fand einen Teil der Maskierung und die mutmaßliche Tatwaffe. Eine weitere Spur hinterließen die Täter am 1. Weihnachtstag auf dem Weg zu der Tankstelle.

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Der erste Tatverdächtige, ein 36-jähriger Lüdenscheider, wurde in Münster festgenommen. Sein mutmaßlicher Komplize ist noch auf der Flucht, ein Haftbefehl gegen ihn liegt vor. Fazit der Polizei: Bei Raubüberfällen werden selten hohe Summen erbeutet. Tankstellen zum Beispiel dürfen nur noch sehr geringe Bargeldbestände in der Kasse haben. Dafür sieht das Strafgesetzbuch für schweren Raub mehrjährige Haftstrafen vor.

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