Anzeige

Langenholthausen. (R.E.) Die Aufräumarbeiten sind abgeschlossen. Das Schützenfest 2019 der Schützenbruderschaft St. Johannes Langenholthausen ist Geschichte, und zwar nach Meinung des 1. Vorsitzenden Berthold König und Hauptmann Dominik Cordes eine gute. „Wir durften ein schönes, harmonisches Schützenfest feiern, das friedlich verlaufen ist. An allen drei Tagen gab es keinen Ärger in und vor unserer Schützenhalle. Es war super“, so der einhellige Tenor der beiden Protagonisten, die sich bereits am heutigen Mittag in der Schützenhalle einfanden, um die Spuren vom Schützenfest mit zahlreichen Helferinnen und Helfern zu beseitigen.

Dabei sackte ihre gute Laune allerdings für Sekunden in den Keller, denn der Gläserbruch ist in diesem Jahr enorm. „Wir gehen davon aus, dass wir zumindest 900 Biergläser neu anschaffen müssen“, bilanzierte Brudermeister König.

Anzeige

Bereits am Samstag waren so viele Gläser zu Bruch gegangen, dass die Offiziere Besen und Schaufel aus der Kammer holen mussten, um die Scherben zu beseitigen. „Dieser Einsatz war erforderlich, weil die Taxis die Straße vor der Halle nicht mehr befahren konnten, ohne Gefahr zu laufen, sich die Reifen kaputt zu fahren“, informierten die Schützen aus L.A., die allerdings am Samstag und Sonntag staunten.

Am späten Samstagabend tauchte eine Mama in der Schützenhalle auf. Sie suchte ihren Sohn, allerdings ohne Erfolg. Auch als sie am Sonntag abermals nachfragte, war der junge Herr nirgends aufzufinden. „Wir konnten der besorgten Mama leider nicht weiter helfen“, so der Vorsitzende, der am frühen Abend ebenso wie viele Zuhörer seinen Spaß hatte am Großen Zapfenstreich, glänzend intoniert vom Musikverein Amicitia Garbeck unter dem Dirigat von Michael Hammecke und Tambourcorps Küntrop unter Leitung von Tambourmajor Jörg Rüssmann.

Anzeige


Zuvor war es Alexander Schulte, der mit seinem großartigen Sologesang im Festhochamt für Gänsehaut pur gesorgt hatte. Obwohl nicht üblich, spendeten die Kirchenbesucher gleich nach seinem ersten Lied dem Sänger aus Garbeck spontanen Beifall, der gemeinsam mit dem Musikverein Amicitia Garbeck für den musikalischen Rahmen des Schützenhochamtes sorgte, das von Präses Andreas Schulte zelebriert wurde.

Noch vor dem Gottesdienst und der Kranzniederlegung am Ehrenmal spielte die Festmusik aus Garbeck Ständchen für Ortsvorsteherin Barbara Wachauf und Präses Andreas Schulte. Beide marschierten im Festzug mit, als auf dem Weg zur Schützenhalle der Vogel am Gasthof Habbel abgeholt wurde.

Strahlendes Königspaar Sauer
Zu den Höhepunkten des Schützenfestes in L.A. zählt ohne Zweifel der Festzug am Sonntag, dessen strahlender Mittelpunkt das Königspaar Klaus und Hiltrud Sauer nebst Hofstaat war. Aber auch das 50-jährige Jubelpaar Adolf und Brigitte Simon rückte, in einem Cabrio sitzend, in den Fokus der Zaungäste, bevor es in die Schützenhalle Einzug hielt.

Karsten Bartsch neuer König
Nach einem spannenden Vogelschießen, bei dem sich Berthold König die Krone, Hauptmann Dominik Cordes den Apfel und Christoph Latzer das Zepter sicherten, machte Karsten Bartsch der Jagd auf das Federvieh mit dem 201. Schuss ein Ende. Zur Königin erwählte er seine Frau Gabi. Der Proklamation durch den Vorsitzenden Berthold König schloss sich die Ehrung der Jubilare an. Vor 40 Jahren regierten Udo (+) und Hiltrud Kasprik und vor 25 Jahren Alois („Boris“) und Gisela Ruschepaul. Vize-Königspaar ist in diesem Jahr Carsten Böhmer und Simone Böhmer-Simon.

Am Nachmittag marschierte das neue Königspaar vom Feuerwehrgerätehaus zur Schützenhalle, wo eine Überraschung wartete. Die B-Jugend (BILD), die vom Schützenkönig und Heiko Schäfer (Affeln) trainiert wird, ist Meister geworden. Grund genug für die jungen Fußballer die neuen Regenten und Jungschützenkönig Yannik Köster mit Bengalos und mächtigem Konfettiregen (BILD) zu erfreuen. Für Freude und Frohsinn sorgten anschließend auch Königspaar und Hofstaat sowie der Musikverein Amicitia Garbeck, der bis zum frühen Dienstagmorgen für eine stets volle Tanzfläche und tolle Stimmung sorgte, so dass das Schützenfest der St.-Johannes-Schützenbruderschaft mit einer rauschenden Ballnacht endete.

Was den Umsatz an Bier und Schnäpsen betrifft ist der Vorstand sehr zufrieden, zumal am Montag der Besuch und somit der Verkauf so gut war wie noch nie. Deshalb stört es Berthold König und Co. auch nicht, dass der Sonntag, ohnehin nicht der Renner, schlechter besucht war wie in den Vorjahren.

Bilderstrecke von der rauschenden Ballnacht unter

www.hoennezeitung.de

Anzeige