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Wenn die Stadt Balve der Meinung ist, sie könne tun und lassen auf dem „Drostenplatz“ was sie will, dann hat sie spätestens heute ihre Grenzen aufgezeigt bekommen. Denn der Eigentümer der Parkplätze, Matthias Camminady, hat das ganz große Besteck herausgeholt, nämlich seinen Rechtsanwalt, um die Damen und Herren im Rathaus zur Räson zu bringen.

Der Schachzug des heimischen Unternehmers und Eigentümers des „Drostenhauses“ endete für das Ordnungsamt der Stadt Balve wieder einmal in einer riesigen Blamage. „Die Stadtverwaltung hat alle Sperrbaken abbauen sowie Container und Baufahrzeuge entfernen lassen, so wie ich das am Mittwoch bereits gefordert hatte“, ließ Camminady die HÖNNE-ZEITUNG wissen. Wir berichteten exklusiv über das dreiste Vorgehen der Damen und Herren aus dem Rathaus. Sie setzten sich gestern über geltendes Recht hinweg, indem sie eine Privatfläche zweckentfremdeten, um die 500.000-Euro-Sanierung von Haus Mines voranzutreiben.

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Den Eigentümer vor der Übernahme der Parkplätze frühzeitig zu befragen, ob er sie für die Baumaßnahme zur Verfügung stellt, auf diesen Gedanken ist die Stadtverwaltung nicht gekommen. Sie wollte nach dem Motto „Hoppla, jetzt komm´ ich“ Nägel mit Köpfen machen.

Vielleicht hat sie auch gedacht, diese Nummer ziehen wir auch ohne Camminady durch. Wir holen uns den Märkischen Kreis als Anordnungsbehörde mit ins Boot und dann gehts los. Ein fataler Irrtum. Ihr Widerpart ist nämlich dafür bekannt, besonders streitlustig zu sein, wenn er es mit der Stadtverwaltung Balve zu tun hat. Der Endausbau der Dreikönigsgasse lässt grüßen.

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Begrüßt wurde Camminady heute auch vom Allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters, Michael Bathe. Der hatte sich das Büßergewand übergestreift, um sich beim Parkplatz-Eigentümer zu entschuldigen. Zuvor hatte die Stadt Balve bereits den Rückzug auf dem „Drostenplatz“ angetreten. Sollte sie abermals die Stellplätze für ihre Baumaßnahme benötigen, werden sie von Camminady natürlich zur Verfügung gestellt. Aber nur dann, wenn die Stadt Balve vorher höflich bei ihm anfragt. Richard Elmerhaus

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