Die Feuerwehr riegelte sofort nach Eintreffen den Bereich der Balver Höhle ab.   Fotos: Roland Krahl

Helle. Gegen Mittag wurden die Löschgruppen Balve und der Löschzug Garbeck zur Balver Höhle beordert. Dort hatte ein Schützenbruder, der nachsehen wollte, warum die Kerzen am Tannenbaum nicht brannten, Gasgeruch wahrgenommen, der aus der Höhle kam.

Einsatzleiter Gerold Vogel im Gespräch mit den Mitarbeitern der Westnetz.

Die Feuerwehr sperrte zunächst den Bereich weiträumig ab, nachdem zuvor der Gaszustrom im Schützenheim unterbrochen worden war. Mitarbeiter der Westnetz drehten den Haupthahn im Straßenbereich ab. Der starke Gasgeruch war unverkennbar. Atemtrupps mit entsprechenden Messgeräten wurden in die Höhle geschickt. Problem, so Einsatzleiter Gerold Vogel, sei aber, dass das Gas nach oben steige und daher auf dem Boden der riesigen Hallenhöhle in zwei Metern Höhe nur eine geringe Konzentration gemessen werden könne, die nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entspräche. Daher wurde zunächst die Höhle von außen belüftet, um das Gas zu verdünnen, bevor weitere Maßnahmen erfolgten.

Vorstandsmitglieder Christoph Rapp (r.) und Hermann Hering (2.v.l.) warteten geduldig auf das Einsatzende.

Wie es zu dem Gasaustritt kommen konnte, ist derzeit während des laufenden Einsatzes noch unklar. Da alle Wartungen gemacht wurden, geht der Vorstand der Schützenbruderschaft von einer mutwilligen Zerstörung nach einem Einbruch aus. Auch wie viel Gas letztendlich in den Höhlenraum entwich, ist noch unklar.   

Vorsitzender Christoph Rapp ist nur froh darüber, dass das Leck schon heute bemerkt wurde. „Nicht auszudenken, wenn Vorbereitungen für den Gottesdienst getroffen worden wären und jemand mit brennender Zigarette in die Höhle gegangen wäre“, so Rapp. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.  kr