Helle. Der am 4. Advent mehr durch Zufall entdeckte Schaden in der Balver Höhle, der im schlimmsten Fall eine riesige Explosion hätte auslösen können, wird noch einige Zeit nachwirken. So sei der in den vergangenen Jahren immer vollzogene Start des Festspielvereins mit dem sogenannten „Höhleneinzug“ Mitte März in ernster Gefahr.
Das jedenfalls teilte der Vorsitzende der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft in der Jahreshauptversammlung mit. Das Problem dabei sei, dass noch nicht mit Sicherheit gesagt werden könne, wann die Reparaturarbeiten abgeschlossen sein werden. Die hätten sich nämlich nach Überprüfung durch einen Sachverständigen als schwerwiegender erwiesen.
So habe der bisher noch immer unbekannte Täter – laut Christoph Rapp hätte die Kripo von einem Ermittlungszeitraum von rund einem halben Jahr gesprochen – Gas- und Stromleitungen zerstört. Im Bereich der Musikbühne müsse die Gasleitung erneuert werden. Eine anschließende umfangreiche Druckprüfung sei unerlässlich. Bei den Stromleitungen müsse nach Reparatur ebenfalls alles geprüft werden, ob nicht an anderer Stelle weitere Beschädigungen sind. Das würde dauern.
Erst nach diesen Prüfungen und dem Vorliegen der Bescheinigungen könne die Höhlenabnahme durch die Bezirksregierung erfolgen. Ende Januar, so berichtete der Vorsitzende weiter, seien die Felssicherungsarbeiten abgeschlossen.
Auch hier zweifelte er, dass die Bruderschaft mit den kalkulierten 30.000 Euro auskäme, da erheblich mehr Füllmaterial als gedacht benötigt werde. „Wir hätten dies in diesem Jahr noch nicht machen müssen, doch die Sicherheit der Höhlenbesucher hat Vorrang“, begründete Christoph Rapp die Arbeiten.
Für die Festspiele Balver Höhle könnte dies bedeuten, dass der Bühnenbau und damit auch die Proben in der Höhle erst später beginnen können. Glücklicherweise beginnt die Festspielsaison in diesem Jahr erst am 9. Mai, also eine Woche später, als sonst üblich. Ein glücklicher Zufall bei der Planung. kr