Das Ensemble fiebert der Premiere am Samstag entgegen.. Fotos: Roland Krahl
Helle. Die Nerven liegen blank. Die Nervosität steigt. Wie wird die Generalprobe am Donnerstagabend laufen. Sind die Ton- und Lichttechniker soweit fit? Haben die Schauspieler die Laufwege auf der großen Bühne in der Balver Höhle verinnerlicht? „Wird schon klappen“, sagt ein alter Hase, der schon jahrelang dabei ist und auch diesmal bei dem Familienmusical Robin Hood junior einiges zu sprechen hat. Ein bisschen Lampenfieber muss ja schließlich sein, wenn am Samstag, 9. Mai, um 16 Uhr, die Spielsaison 2026 offiziell mit der Premiere eröffnet wird.
Bis zum 13. Juni wird das kindgerechte Musical 16-mal die kleinen und großen Zuschauer erfreuen. „Wir haben uns für dieses Stück entschieden, weil es besonders kindgerecht ist“, so Regisseurin Marie Neuhaus-Schwermann. Es stammt übrigens aus derselben Feder der Autoren, die schon mit dem Dschungelbuch die Zuschauer im vergangenen Jahr begeisterten: Jan Radermacher und Timo Riegelsberger. Also ist entsprechende Qualität vorprogrammiert, was das Stück und die Musik anbelangt.
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Robin Hood (Janus Pütz) und Maid Marian (Amia Triadis).
Die Umsetzung liegt natürlich in der Hand der Regisseurin, die bis zum letzten Tag noch an der ein oder anderen Szene feilt. Doch ohne den Einsatzwillen der Schauspielerinnen und Schauspieler geht es nicht, denn alles geschieht hier im Verein ehrenamtlich. Da gibt es keine Gagen oder üppiges Budget für den Bühnenbau. „Wir haben Teile dabei, die sind schon in zig Stücken eingesetzt worden“, erzählt das Bühnenbauteam. Ähnlich ist es auch bei den Kostümen. Da wurden in den vergangenen Wochen die Lager durchsucht und was man verwenden konnte wurde entsprechend den Bedürfnissen angepasst. Doch auch völlig neue Kostüme mussten kreiert werden.
Anspruchsvoll sind bei Robin Hood junior einige Masken. Doch beim Dschungelbuch zeigte sich die Erfahrung des Teams mit Tiermasken, die diesmal wieder umgesetzt werden konnte. Denn in dem mystisch dämonischen Teil spielen Tiere eine bedeutende Rolle.
So ist es nicht verwunderlich, dass am Ende wieder ein rund 100-köpfiges Ensemble die Zuschauer begeistern wird. Etwa 60 Akteure stehen auf der Bühne und viele andere hinter der Bühne, die eben dafür sorgen, dass die Schauspieler im richtigen Licht erscheinen oder jeder im Höhlenrund auch versteht, was auf der Bühne gesprochen wird.
Am Ende ist das 2-stündige Familienmusical wieder eine runde Sache und der Applaus der Zuschauer ist dem Ensemble gewiss. Spätestens dann ist auch das Lampenfieber vergessen, die Nerven haben sich beruhigt – bis die nächste Aufführung ansteht. So ist halt das Theaterleben!

Robin Hood junior muss sich auch im Kampf gegen den bösen Sheriff von Nottingham (Jörg Leiß) durchsetzen.
Der junge Waise Robin streift durch die Länder. Als ihn sein Weg in das ärmliche Nest Nottingham führt, begegnet er auf dem Markt der selbstbewussten Maid Marian und dem raffgierigen Sheriff. Er stiehlt ihm unter anderem einen Rosenkranz und versteckt sich im Sherwood Forest. Dort trifft er auf ein seltsames Trio: Ein Eichhörnchen, ein Wildschwein und einen Bären, deren Sprache er verstehen kann. Sie freunden sich an, und als Robin dem Bären im Spaß den Rosenkranz überwirft, kommen die Vier einem unheimlichen Zauber auf die Spur. kr



