Die skurile Persönlichkeit Arthur Brown hat sich in die Höhle verliebt und ist wieder mit dabei.Foto: Carsten Brand

Balve/Helle. Vor elf Jahren stand Martin Koller, Gründer des Prophecy Festes, mit seinem Köfferchen vor dem Höhleneingang und war begeistert von dieser Kultstätte. Das war genau das, was er sich vorgestellt hatte für seine Musikfamilie. Und gleich beim ersten Fest kamen die Menschen aus allen Teilen der Welt, um dabei zu sein bei dieser besonderen Art eines Festivals. Die Prophecy-Familie aus Bands und Fans traf sich in Balve zum großen gemeinsamen Fest.
Und so ist es auch im Jahr 2026. Das Label Prophecy hat weltweit die besten Gruppen unter Vertrag, die die mystischen, vielfältigen Töne von Hard Rock, Metal oder Dark Music verkörpern. Und welcher Konzertort kann dafür ein besseres Ambiente bieten, als ein Platz unter der Erde? Keiner – nur die Balver Höhle bietet Platz für Bühne, Technik und weit mehr als 1000 Fans.
Vom 3. bis 5. September ist es nun wieder so weit. Die Fans, oft in Schwarz gekleidet, bevölkern wieder den Platz an der Balver Höhle. „Ich finde die gut. Sie sind friedlich, sauber und fröhlich“, so eine Balver Verkäuferin, die sich das ganze Jahr über auf die lustige Truppe freut. Auch wenn es manchmal Sprachbarrieren gibt, die aber mit Händen, oder neuerdings der Übersetzungs-App auf dem Handy, überwunden werden.

Die Gruppe „Hangover in Minsk“ begeisterte mit ihrer Sängerin schon einmal das Publikum.Foto: Carsten Brand

Es ist eben ein alljährliches „Familienfest“, zu dem das Label Prophecy Produktions einlädt und die Familie kommt. Auf dem Zeltplatz und in der Höhle trifft man Freunde und Bekannte wieder, die man oft ein Jahr lang nicht gesehen hat.
Wie es bei einem Familienfest so üblich ist, wird am Donnerstag, 3. September, wieder dem Kennenlernen und Wiedererkennen untereinander gewidmet. Beim Opening auf dem Höhlenvorplatz gibt es Begrüßungstrunk und Gegrilltes als Dankeschön für die aus der ganzen Welt angereisten Fans. Ein entsprechendes Musikprogramm ab 18.15 Uhr auf dem Zeltplatz wird die Besucher auf die kommenden Tage einstimmen. Los geht es mit „Nest“, um 19.30 Uhr folgt die Gruppe Neun Welten – 20 Years of „Vergessene Pfade” – und um 20.45 Uhr singt Simone Salvore solo (Frontsänger der Gruppe Spiritual Front).
Am Freitag, 4. September, beginnt der Festivaltag um 15.30 Uhr (Einlass 14.30 Uhr). Dann geben neun Bands (Farsot, Dold Vorde Ens Navn, Spiritual Front – 20 Years of “Armageddon Gigolo”, Dymna Lotva, Empyrium – 30 Years of “A Wintersunset…”, Arthur Brown, Tiamat – “Wildhoney” & more, Maunah und Neun Welten – Metal-Show) ihr Bestes, um die Fans zu begeistern.
Besonders ist der Auftritt des 83-jährigen Arthur Brown am Freitag, der mit seinem dritten Auftritt in der Balver Höhle seine Liebe zu ihr beweist. Er wollte nach seinen Auftritten unbedingt noch einmal die gigantische Kulisse des Felsendoms genießen.
Da beim Prophecy Fest nicht mit den „unbekanntesten“ Künstlern begonnen und bei den „Headlinern“ geendet wird, ist auch der Samstag, 5. September, ab 13 Uhr (Einlass 12.30 Uhr), gespickt mit Gruppen (Stainthorpe, Deeks & Quail, Camerata Mediolanense – 30 Years of “Campo di Marte”, Dornenreich – Metal-Show, Sun of the Sleepless, Misþyrming, Sleeping Pulse – Weltpremiere, Secrets Of The Moon – 20 Years of “Antithesis”, The 3rd And The Mortal – performing “Sorrow” and “Tears Laid In Earth”, 30 Years of Behemoth “Sventevith” – performed by Nergal / Misþyrming, Maunah, Hangover in Minsk, Paragon of Beauty, Paragon of Beauty) der Extraklasse, die zudem besondere nur für diesen Tag konzipierte Shows präsentieren.kr