Balve/Volkringhausen. (R.E.) Wenn der Ausschuss Umwelt, Planung, Bau am Dienstag, 12. März, um 18 Uhr im Rathaus tagt, beschäftigt er sich mit dem Bauantrag zur Errichtung einer Stallanlage für Schweine mit Siloanlage in Volkringhausen. Der Antragsteller, ein Landwirt aus Volkringhausen, beabsichtigt die Errichtung eines Gebäudes für 1.450 Mastschweine plus Siloanlage.
Die Fläche ist im Flächennutzungsplan der Stadt Balve als „Fläche für die Landwirtschaft“ dargestellt und dem Außenbereich gem. § 35 BauGB zuzuordnen. Der Antragsteller hatte bereits im Jahr 2017 einen entsprechenden Bauantrag gestellt. Da eine Erschließung nicht sichergestellt werden konnte, hatte der Ausschuss „Umwelt, Planung, Bau“ in seiner Sitzung am 21. November 2017 das Einvernehmen versagt.
Die Wasserversorgung wird nun tatsächlich und rechtlich sichergestellt. Die Abwasserbeseitigung erfolgt durch eine abflußlose Grube. Die fehlende Löschwasserversorung wird durch ein Brandschutzkonzept kompensiert. Da eine wegemäßige Erschließung auch weiterhin nicht über die Straßen „Am Kar“ und „Kapellenstraße“ aufgrund des Ausbauzustandes erfolgen kann, wurde mit dem Antragsteller ein Erschließungssicherungsvertrag geschlossen.
Dieser sieht eine Erschließung über die Wirtschaftswege „Am Hirschenstein“ sowie der Lagebezeichnungen „Oberste Grocht“ und „Opm Dump“ vor. Die notwendige Unterhaltungspflicht der Wege und Ausweichbuchten wird vom Antragsteller sichergestellt.
Da die Erschließung jetzt gesichert ist und eine verkehrliche Mehrbelastung für die Straßen „Am Kar“ und „Kapellenstraße“ ausgeschlossen werden kann, schlägt der Bürgermeister der Stadt Balve, Hubertus Mühling, dem Fachausschuss vor, das Einvernehmen herzustellen. Sollte die Politik dem Vorschlag des Verwaltungs-Chefs folgen, dann geht der Antrag nach Lüdenscheid zur Baugenehmigungsbehörde. Sie entscheidet letztendlich, ob die geplante Baumaßnahme zum Tragen kommt oder nicht.