Der Bereitstellungsraum war am neuen Gerätehaus in Sanssouci eingerichtet.   Foto: Roland Krahl

Sanssouci. Sechs Stunden lang war am Morgen die Feuerwehr in Sanssouci im Einsatz. In einem Waldstück zwischen der Glärbach und Sanssouci war eine Rauchentwicklung gemeldet worden, die sich nach Erkundung auch bestätigte. Die Löschgruppen Balve, Eisborn, Hönnetal, Langenholthausen und der Löschzug Garbeck wurden alarmiert. Zudem wurde später noch der TLF 4000 aus Affeln für den Wassertransport hinzugeholt.

Grund für diesen massiven Einsatz an Feuerwehrkräften war die schlechte Erreichbarkeit des Feuers im Balver Wald. „Es brannten etwa 300 Quadratmeter“, so Yvonne Schäfer, Pressesprecherin der Feuerwehr Balve. Das Feuer konnte dann aber relativ schnell unter Kontrolle gebracht werden, die Gegend wurde mit Wärmebildkameras nach Glutnestern abgesucht. Nach sechs Stunden konnte „Feuer aus“ gemeldet werden.

Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen. Das sei immer der Fall, da ja im Wald von technischen Defekten nicht ausgegangen werden kann. Auch eine weggeworfene Zigarette, die das Feuer entfacht, sei Brandstiftung, so Christoph Hüls von der Pressestelle der Polizei. Es werde in alle Richtungen ermittelt – nach jedem Waldbrand.

Daher appellierte er auch noch einmal an die Vernunft der Leute, die einen Wald betreten: „Bitte dort nicht rauchen!“ Auch ein Fahrzeug sollte immer sicher abgestellt werden. Trockenes Gras oder Äste unter der heißen Auspuffanlage könnten sich entzünden und dann das Fahrzeug vernichten, oder eben im schlimmsten Fall einen großen Waldbrand auslösen. „Am besten, in nächster Zeit den Wald gar nicht betreten“, empfiehlt der Polizei-Pressesprecher.   kr