Camper können ihre Campingwagen und Wohnwagen wiegen lassen und bekommen Tipps rund ums Thema Sicherheit. Foto: Polizei MK
Hemer. Am Dienstag, 7. Juli, baut der ADAC Westfalen seine Fahrzeugwaage auf dem Gelände der Verkehrswacht in Hemer, Sonnenblumenallee 118 (Nähe Sauerlandpark) auf. Nutzer von Campingmobilen oder Wohnwagen können ihre Gefährte zwischen 14.30 und 18 Uhr kostenlos wiegen lassen. Die Polizei berät ebenso kostenlos rund um das Thema Sicherheit auf Reisen. Dabei geht es nicht nur um Beladung, sondern auch um allgemeine Fragen zum Verkehr sowie um den Schutz vor Kriminalität.
Campingmobile oder Wohnwagen haben ein erstaunlich großes Volumen, um mit reichlich Gepäck auf die Reise zu gehen. Das eigentliche Problem ist das Gewicht. Es muss nicht gleich der heimische Massivholz-Tisch sein, um Camper an Grenzen zu bringen. Man kann ja immer viel gebrauchen unterwegs.
Das Gesamtgewicht der Fahrzeuge hat Grenzen. Die erreichen Fahrzeuge oft bereits mit nachträglich angebrachtem Zubehör wie Markisen, Dachboxen oder Vorzelten. So reduziert sich die Nutzlast für Passagiere und deren Gepäck rasch auf ein Minimum.
Egal ob bereits fertig gepackt oder „nur“ mit der üblichen Ausrüstung an Bord: Die ADAC-Waage liefert am 7. Juli einen guten Anhaltspunkt, was noch mit darf.
Das Gewicht ist entscheidend für das Fahrverhalten: Es muss nicht gleich ein Reifen platzen oder die Achse brechen. Doch in Gefahrensituationen kommt es auf Bremswege und Kurvenverhalten an. Auch die Art der Beladung entscheidet über eine sichere Urlaubsfahrt. Schweres gehört in die unteren Staufächer. Ein tiefer Schwerpunkt erhöht die Fahrstabilität. Die Achs- und Stützlasten müssen berücksichtigt werden. Ladung muss sicher sein gegen Verrutschen auch bei starken Bremsmanövern. Dasselbe gilt für Haustiere. Sie dürfen nicht frei im Fahrzeug herumlaufen.
Wie für alle langen Fahrten, so gilt auch für Wohnmobilisten der dringende Rat, ausgeruht an den Start zu gehen und ausreichend Pausen einzuplanen.
Leider lauern noch andere Gefahren am Wegesrand. Die Polizei rät: Suchen Sie sich für Ruhepausen nachts möglichst stark frequentierte Tank- und Rastanlagen aus. Wenn Sie sich von ihrem Fahrzeug entfernen, lassen Sie keine Wertgegenstände offen im Innenraum liegen (z.B. Geldbörsen, Handy, Handtaschen). Wenn Sie nach dem Betanken ihres Fahrzeugs zur Kasse gehen, dann sollten Sie Ihr Fahrzeug immer verschließen. Fühlen Sie sich bedroht oder beobachten eine Straftat, handeln Sie zu ihrem eigenen Schutz nicht selbst, sondern rufen die Polizei über den Notruf 110. (cris)


