Von Richard Elmerhaus

Balve. Feuerschein und starke Rauchentwicklung in der Firma Jost führten am frühen Donnerstagmorgen gegen 3.35 Uhr zur Alarmierung der Feuerwehr Balve. In einem der neun Schmelzöfen brannte Recyclingmaterial. Gemeldet worden war das Feuer durch einen Mitarbeiter der Firma Landmetzgerei Jedowski, die gegenüber der Firma Jost produziert.

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In der Straße „Auf dem Werenfelde“ (Glärbach/Helle) angekommen, drangen die Feuerwehrkameraden mit schwerem Atemschutz sofort in das Gebäude ein, um nach der Brandursache zu forschen. Erst nach geraumer Zeit konnte Stadtbrandinspektor Oliver Prior, der gemeinsam mit seinem Kollegen Frank Busche den Einsatz leitete, den Grund für die starke Rauchentwicklung nennen: „In Schmelzofen 4 hat Recyclingmaterial gebrannt.“

Obwohl die 24 Feuerwehrkameraden nach einer Weile ausschließen konnten, dass noch irgendetwas in der Firma Jost brennt, inspizierte Stadtbrandinspektor Prior, früherer Mitarbeiter des Unternehmens, noch einmal das gesamte Gebäude mit drei Feuerwehrkollegen. Zuvor hatte er veranlasst, dass am Schaltschrank alle neun Schmelzöfen ausgeschaltet wurden.

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Keinen Erfolg hatten Polizei und Feuerwehr mit der Abschaltung der Alarmanlage, die trotz Einsatz der Feuerwehr pausenlos weiter lief. „Wir wissen nicht, wie wir sie aus bekommen. Und ein Mitglied der Firmenleitung oder Meister ist nicht vor Ort“, wunderte sich die Feuerwehr Balve darüber, dass nach der Alarmierung durch die Kreisleitstelle Lüdenscheid kein Ansprechpartner aus dem Unternehmen vor Ort war.

Mit dem Lüfter gingen die Feuerwehrkameraden aus Balve gegen die starke Rauchentwicklung in der Produktionsstätte der Firma Jost vor.      Foto: Richard Elmerhaus

Als die Freiwillige Feuerwehr Balve das Gebäude der Firma Jost mit ihrem Lüfter vom Rauch befreit hatte, rückte sie nach knapp zwei Stunden wieder ein. Beobachtet von einer Mitarbeiterin der Firma Jost: „Ich wollte eigentlich anfangen zu arbeiten, aber das war ja nicht möglich. Ich warte jetzt erst einmal bis die anderen kommen.“

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