Das neue Feuerwehrgerätehaus in Sanssouci ist endlich bezogen worden. Ab sofort laufen die Einsätze von hier aus.  Foto: Yvonne Schäfer/Feuerwehr Balve

Sanssouci. Es ist endlich geschafft. Was vor Jahren mit der Zusammenlegung der beiden Löschgruppen Beckum und Volkringhausen zur Löschgruppe Hönnetal begann, hat nunmehr auch eine räumliche Zusammenlegung erfahren. Die beiden Löschgruppen sind umgezogen und fahren ab sofort ihre Einsätze vom neuen Gerätehaus in Sanssouci aus.

Diese erfreuliche Mitteilung machte gestern die Pressesprecherin der Feuerwehr, Yvonne Schäfer, selbst auch Mitglied der Löschgruppe Hönnetal. Sie schrieb: „Mit großer Freude dürfen wir euch mitteilen, dass die Löschgruppe Hönnetal ihre bisherigen Feuerwehrgerätehäuser verlassen hat und heute Mittag erfolgreich in das neue Feuerwehrgerätehaus in Sanssouci eingezogen ist. Mit diesem Umzug beginnt ein neues Kapitel für unsere Löschgruppe. Wir freuen uns auf viele erfolgreiche Jahre am neuen Standort und bedanken uns bei allen, die dieses Projekt möglich gemacht und den Umzug unterstützt haben.“

Tatsächlich war der Bau zu einer endlos langen Geschichte geworden. Nicht nur, dass er rund zwei Jahre verspätet in Betrieb genommen wurde, verdoppelten sich auch fast die Kosten für den Bau auf inzwischen mehr als 5 Millionen Euro.

Auf einer Nutzfläche von rund 1.100 Quadratmetern wurde ein Gebäude errichtet, das exakt auf den Brandschutzbedarfsplan zugeschnitten ist. Die Räumlichkeiten sind für mehr als 60 Einsatzkräfte ausgelegt, 45 Männer und 15 Frauen. Diese Zahl an Einsatzkräften wird derzeit allerdings bei weitem nicht erfüllt. 

Ein stattliches Gebäude für eine Löschgruppe präsentiert sich in Sanssouci. Foto: Yvonne Schäfer/Feuerwehr Balve

Das Bauprojekt, mit den immer höher gehenden Kosten, war seit einiger Zeit auch manchem Politiker ein Dorn im Auge. Hinzu kam noch, dass der Stadtbrandinspektor Frank Busche, ehemaliger Wehrleiter der Stadt Balve, offensichtlich die Kosten nicht im Blick behalten hatte, was ihm letztendlich der Rat der Stadt Balve vorwarf und mit ein Grund für seine Entlassung war.

Nun sind diese zum Teil unschönen Dinge mit der Eröffnung des Feuerwehrgerätehauses vorerst vergessen und man kann sich dem Wunsch, den die Pressesprecherin äußerte: „Wir wünschen und hoffen, dass wir alle immer gesund aus dem Einsatz zurückkehren“, nur anschließen.