Das amtierende Schützenkönigspaar mit dem Jungschützenkönigspaar und den Jubelpaaren lauschen der Musik. Fotos: Roland Krahl
Balve. „Nochmal Glück gehabt“, meinten Balver Schützen am Nachmittag. Denn just in dem Moment, an dem die Musikkapellen und die Kompanien aufmarschieren wollten, hallte Martinshorn durch die Stadt. Die Löschgruppe Balve fuhr zu einem vermeintlichen Brand. „Wenn die durch sind, machen wir dicht“, meinte Brudermeister Christoph Rapp – und so war es dann auch.
Grandios wie immer war der Aufmarsch der St.-Sebastian-Schützen auf der Hauptstraße. Zu seinem ersten offiziellen Einsatz als Oberst beim Schützenfest kam Maximilian Fritz. Er nahm die Meldungen der vier Kompanieführer entgegen und begrüßte seine Schützen.
Brudermeister Christoph Rapp stellte am Allhofschen Haus die Jubelkönigspaare vor, die mit Applaus begrüßt wurden. Vor 55 Jahren war Dieter Runte Schützenkönig in Balve. Da seine damalige Königin Thea Lübke bereits verstorben ist, hatte er seine Ehefrau Alice an seiner Seite. Vor 50 Jahren regierte das Schützenvolk in Balve das Königspaar Wilfried Schweitzer und Dorothee Platte (heute Schweitzer). Vor 40 Jahren waren Martin Oberste und Veronika Schramm Königspaar. „Veronika ist da und hat sich heute eine charmante Begleitung aus Garbeck mitgebracht“ kündigte der Brudermeister das Paar an. Vor 25 war Wolfram Schmitz der erfolgreiche Schütze. Er nahm seine Frau Birgit zur Königin, heute präsentierten sie sich erneut dem Balver Schützenvolk.
Die Jubelkönigspaare der vergangenen 80 Jahre
Mit dabei in der Runde der Jubelkönigspaare war auch das jüngste Paar, nämlich der Jungschützen: Pascale Romanowski und Königin Sophia Nagel. Und schließlich krönte das amtierende Königspaar Dorian und Kirsten Krumrei die illustre Gesellschaft der Königspaare.
Nach dem obligatorischen Ständchen zogen die Schützen zum Rathaus. Dort wartete bereits Bürgermeister Hubertus Mühling auf die Schützenschar. Er gab den Schützenvogel frei, der sich im Rathaus befand. In seiner kurzen Festansprache begrüßte er besonders den neuen Oberst Maximilian Fritz. Er lobte aber diesmal besonders die vielen Menschen, die sich darum kümmern, dass das Fest reibungslos verläuft. Stellvertretend dafür nannte er den Fähnchenclub, der Jahr für Jahr die Hauptstraße schmückt.
„Dieses Jahr habe ich es auswendig gelernt“, meinte der Bürgermeister, als er auch Günter Cordes seinen Dank aussprach, der seit 40 Jahren das Schützenheft herausbringt. „Du bist ein ganz wichtiger Bestandteil des Festes“, so Mühling, denn dadurch wachse die Vorfreude.
Dankesworte gab es auch an Vorstand und Offiziercorps, die sich Jahr für Jahr um das Fest herum aber auch über das Jahr um die Geschicke der Bruderschaft kümmern und damit einen wichtigen Teil in der Gesellschaft leisten würden. Schließlich wünschte er dem Königspaar und dessen Hofstaat, den Jubelkönigspaaren sowie allen Schützenbrüdern ein schönes Fest und ließ sie alle hochleben.
Für erste Gänsehautmomente sorgte der Einzug in die Höhle mit dem Höhleneinzugsmarsch (Margarethenmarsch), der endlich das Fest der Feste der St.-Sebastian-Schützenbruderschaft eröffnete. Ein weiteres Highlight war dann am Abend der Große Zapfenstreich, bevor die Party so richtig los ging. kr


