Maisernte mit dem Häcksler.  Foto: Kruse, Archiv

Balve/Neuenrade/Märkischer Kreis. In Südwestfalen startet in den nächsten Tagen – wohl ab Donnerstag, 18. September – die Maisernte. Das ergibt eine kleine Umfrage der WLV-Pressestelle Südwestfalen unter den Landwirten der Region.

Mais wird in Südwestfalen hauptsächlich zu Futterzwecken angebaut, also nicht die Körner des ausgereiften Kolbens, sondern die ganze Pflanze wird gehäckselt – das macht eine große Maschine, der Häcksler – und ebenso wie Gras siliert. Das heißt, die klein gehackten Pflanzen werden verdichtet und unter Folie luftdicht abgedeckt, dort „silieren“ sie. Das heißt, sie werden ähnlich wie der Prozess bei der Sauerkrautherstellung durch Vergärung für die Verfütterung geeignet und haltbar. Maissilage ist neben dem Gras ein wichtiger Bestandteil des Futters vor allem für Rinder.

Dabei ist es überall so, dass längst nicht jeder Bauernhof selbst im Besitz eines Häckslers ist, im Gegenteil – Lohnunternehmer setzen die Erntemaschinen auf zahlreichen Flächen in der Region ein. Wenn dann relativ plötzlich – wie am kommenden Wochenende – trockenes Wetter naht, dann kann dies schonmal eng werden. Die Maschinen müssen nachts arbeiten und die Landwirte müssen warten, bis sie „dran kommen“. Übrigens ist Mais nicht so nässeempfindlich wie andere Getreidesorten – wenn es aufgehört hat zu regen und die Böden soweit abgetrocknet sind, dass die Befahrbarkeit gewährleistet ist, kann es losgehen.

Und das wird es auch, daher bitten die Landwirtschaftlichen Kreisverbände im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband die Bevölkerung um Verständnis für eventuelle Beeinträchtigungen, aber auch: „Gegenseitige Rücksichtnahme ist wichtig!“. Denn auch die Lohnunternehmer und Landwirte werden gebeten, eventuell lange Autoschlangen hinter sich durch Ausweichen in Haltebuchten überholen zu lassen.

Im Märkischen Kreis sieht die Lage so aus: In und um Iserlohn wird bereits seit einer Woche geerntet. Geschätzt ist  die Hälfte ab. Da das Wetter weiterhin überwiegend trocken gemeldet ist stört nur der Sturm. Danach, so heißt es, werde es volle Pulle weitergehen, denn alle Bestände sind „reif“.