Die Sieger der Vogelschießturniere halten stolz ihre Urkunden

Garbeck. Jedes Jahr im Herbst versammelt sich die Schützenbruderschaft Heilige Drei Könige Garbeck, um die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Schützenfestes zusammenzufassen. Zu diesem Anlass kamen auch dieses Jahr die Vereinsmitglieder wieder in der großen Halle zusammen. Die Veranstaltung bot diesen aber auch die Möglichkeit, die eigenen Gedanken und Wünsche für das kommende Schützenfest teilen zu können.

Begonnen wurde mit einem Gottesdienst in der Kirche, von der die Schützenbrüder zur Halle marschierten, begleitet von der Blaskapelle. Dort wurden sie vom Vereinsvorsitzenden Winfried Lohmann empfangen, der ohne große Umschweife mit den Preisen für das Schützenfest 2027 begann. In dieser Hinsicht bleibt erst einmal alles beim Alten, Getränke werden erneut 1,90 Euro kosten und auch der Hallenpreis von 8 Euro soll sich, Stand jetzt, nicht ändern.

Kassierer Sebastian Hillebrand führte fort mit der Abrechnung: unter dem Strich blieben nur knapp 2.900 Euro übrig. Damit hat sich der Gewinn zum Vergleich des Vorjahres erneut mehr als halbiert. Erklären lässt sich dies mit Rückgängen beim Bier- und Kartenverkauf. Rund 67 Hektoliter Bier und 133 Eintrittskarten wurden an den Mann gebracht, ein ordentlicher Schritt zurück, verglichen mit den 80 Hektolitern Bier und 146 Karten des Vorjahres. „Wir sind gerade noch so mit einem blauen Auge davongekommen“, betont Lohmann. Dennoch zeigt sich der Schützenverein verhalten zufrieden mit dem dennoch positiven Ergebnis und der guten Stimmung beim Fest.

Weiter ging es mit den Ehrungen. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Reinhard Honert, Olaf Levermann, Winfried Lohmann, Michael Mertens, Frank Neuendorf, Jürgen Pfeifer, Carsten Pieper, Frank Pröpper, Ludger Schulte-Fabry, Volker Schwabbauer, Franz-Werner Severin, Bernhard Stonjeck, Rainer Tolle und Thomas Waltermann gedankt. Rolf Bathe, Meinolf Buchgeister, Manfred Grunert, Horst Pieper, Lothar Rosmanek, Friedbert Schulte-Schmale und Rudolf Schulte-Schmale sind sogar seit 50 Jahren mit dabei. Von denen, die ihr 60. Jubiläum feierten, war jedoch leider niemand anwesend: Franz-Josef Feldmann, Friedbert Preuß, Georg Schrimpf und Friedel Weggen.

Es wurden auch einige Orden verliehen. Aufgrund seines starken Engagements im Verein bekam Janik Schulte den Orden für besondere Verdienste vom Sauerländer Schützenbund. Florian Neuhaus erhielt den Bruderschaftsorden in Bronze für 15 Jahre Dienst im Offizierskorps. Der silberne Bruderschaftsorden, der für 20 Jahre Dienst im Offizierskorps steht, wurde sogar gleich doppelt vergeben, sowohl an Walter Fuchs als auch an Georg Pütter. Rüdiger Stüken erhielt schließlich für stolze 25 Jahre als Offizier den goldenen Bruderschaftsorden.

Des Weiteren wurden auch die Ergebnisse des Vergleichsschießens vorgetragen, welches im Frühjahr stattfand. Mit 497 von 500 möglichen Ringen erzielten die Flintenweiber ein fast perfektes Ergebnis und sicherten sich somit den ersten Platz. Der Garbecker Mistwagen (483 Ringe) und die Offiziere (482 Ringe) folgten auf Platz zwei und drei. Insgesamt stach die Kompanie Oberdorf mit 970 Ringen die Kompanie Unterdorf mit 889 Ringen klar aus.

Bei der Meisterschaft gewann Matthis Stüken mit 98 Ringen. Beim Luftgewehrschießen der Frauen teilen sich gleich Sophie Busche, Simone Hammecke-Klüter und Nadine Grevener den ersten Platz; alle drei erzielten ein perfektes Ergebnis von hundert Ringen. Sieger beim Jugendschießen ist Jona Hofheinz mit 86 Ringen, jedoch war dieser auch der einzige Teilnehmer. Gefeiert wurden die Sieger mit Urkunden und triumphaler musikalischer Begleitung durch den Musikverein.

Bevor der Abend im gemütlichen Beisammensein enden sollte, wurden noch Wünsche und Verbesserungsvorschläge von Seiten der Mitglieder entgegengenommen. Dabei gab es einiges an Kritik, unter anderem an der fehlenden Stimmung in der Halle, dem Personal an der Theke und dem scheinbaren Misslingen darin, mehr Leute für das Schützenfest begeistern zu können. Als Ergebnis dieser Diskussionen steht nun im Raum, einen Arbeitskreis zu gründen, in dem  intensiv über die Zukunft des Schützenfestes diskutiert werden soll.

Auch wenn die Bruderschaft also durchaus positiv auf das Jahr zurückblicken kann, ist ein gewisser Unmut bei den Garbeckern spürbar. Ob das kommende Schützenfest wieder mehr Begeisterung hervorruft, wird die Zeit zeigen. HE