Helle. Der Großteil der Saison liegt hinter dem Ensemble der Festspiele Balver Höhle, doch ein paar Vorstellungen stehen auch noch an. Noch bis zum 13. Juni laden die Schauspielerinnen und Schauspieler, Bühnentechniker, Make-Up-Künstler, Kulissenbauer und jede Menge engagierte Vereinsmitglieder und Eltern in die Balver Höhle – oder besser in den Sherwood Forest – ein.
Das Abenteuermusical glänzt vor allem dadurch, dass es nicht sklavisch die Legende von Robin Hood nacherzählt, sondern vor der Kulisse Nottinghams eine eigene phantastische Geschichte ausrollt, die Jung und Alt in den Bann zieht.
Getragen wird das Stück maßgeblich von den Gesangseinlagen und vor allem auch den Tanzdarbietungen. Die Liebe zum Detail wird nicht nur in den Kulissen deutlich, sondern auch in der Inszenierung selbst, ständig passiert etwas auf der Bühne, es gibt viele kleine Nebenhandlungen, wenn beispielsweise die Mäuse auf die Bühne stürmen, um einen von den Protagonisten achtlos weggeworfenen Fisch zu fressen.
Hauptdarsteller sind Janus Pütz (Robin) und Amia Triadis (Maid Marian). Die HÖNNE-ZEITUNG sprach mit beiden Nachwuchsdarstellern über ihre Rollen und ihre Verbindung zu den Festspielen Balver Höhle.

Wie lange seid ihr jetzt schon bei den Festspielen?
Janus: Das ist mein drittes Jahr im Festspielverein.
Amia: Ich bin nun in meinem dritten Jahr im Festspielverein.

Was bedeutet es für euch die Hauptrolle zu spielen?
Amia: Eine Hauptrolle ist für mich sehr viel Verantwortung, da man den Dreh- und Angelpunkt der Geschichte darstellt .
Janus: Es bedeutet mir sehr viel, eine Hauptrolle spielen zu dürfen, da es ein großes Vertrauen widerspiegelt und viel Verantwortung bedeutet.

Die meisten Leute würde es gruseln vor so vielen Menschen zu spielen, wie geht ihr mit Lampenfieber um?
Amia: Ich persönlich bin eigentlich sogar ein ziemlich ruhiger und intro­vertierter Mensch, aber beim Spielen ist es einfach etwas anderes, weil man in eine Rolle schlüpft und diese versucht, so gut es geht, zu verkörpern. Wenn ich dann doch nervös werde, habe ich meine Freunde die mir zusprechen. 
Janus: Mittlerweile werde ich gar nicht mehr nervös vor den Vorstellungen, das war nur vor der Premiere so.  Allerdings ist das zumindest bei mir einfach weg, sobald ich auf der Bühne stehe und so lange hab ich einfach versucht es zu ignorieren.

Die Stücke der Festspiele sind mittlerweile weit mehr als einfache Theaterproduktion. Der Musicalanteil ist sehr groß, womit ihr auch singen müsst. Seid ihr musikalisch vorgeprägt?
Janus: Ich bin musikalisch leicht vorgeprägt, ich habe ein paar Instrumente gespielt und habe musikalische Früherziehung genossen.
Amia: Bei mir zu Hause war Musik immer sehr wichtig, ich habe zwei Instrumente gespielt, meiner Mama beim Singen zugehört und wir haben schon immer viel Musik gehört und gemacht.

Amia, du hast lange in der Schweiz gewohnt. Nun wohnst du wieder in Menden. Wie bist du auf die Festspiele Balver Höhle gekommen und wie wurdest du hier aufgenommen?
Amia: Meine Mama, meine Schwester und ich haben einen Aufruf zur Stückvorstellung von Peter Pan gesehen und
dachten uns, dass wir da einfach hingehen, weil wir schon in der Schweiz bei vielen Musicals mitgewirkt haben. Wir wurden super herzlich aufgenommen und direkt zur Musical-Familie hinzugefügt.

Janus, du befindest dich grad in der Abschlussphase der Realschule Balve. Wie bringst du ZAPs und Schauspiel unter einen Hut?
Janus: Die Prüfungen finden erst während der Aufführungszeit statt, weswegen das Lernen für das Stück schon abgeschlossen ist und dementsprechend freie Bahn für die Prüfungen lässt.

Nach dem ganzen Probenaufwand: Würdet ihr es direkt wieder tun oder kriegt man vor der Premiere erstmal einen Bordkoller?
Amia: Ich würde es direkt wieder tun. Man kriegt immer tolles Feedback, wird von jedem unterstützt und es macht einfach Spaß.
Janus: Ich würde es auch direkt wieder tun.

Was wünscht ihr euch und dem Ensemble für die Festspielsaison 2026?
Janus: Ich wünsche uns allen eine erfolgreiche und spaßige Saison.
Amia: Ich wünsche dem Verein eine tolle und erfolgreiche Saison, und dass jeder zufrieden mit dem Stück ist und dabei ganz viel Freude hat.

HÖNNE-ZEITUNG: Lieber Janus, liebe Amia, wir danken euch für das Gespräch.


HINWEIS DER REDAKTION:
Für die letzten drei Veranstaltungen am Samstag, 6. Juni, Sonntag, 7. Juni, und Samstag, 13. Juni, gibt es noch Karten an der Tageskasse.