Balve. Revierförster Richard Nikodem gab im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung, Bau einen Rückblick auf das Jahr 2025 und erläuterte, was derzeit so im Wald läuft.

„Wie ist die derzeitige Situation im Wald? Die letzten Wochen haben Sie ja alle erlebt. Fürchterlich warm, fürchterlich trocken“, so Richard Nikodem zum vergangenen Sommer. Aber der Oberboden sei schon wieder mäßig durchfeuchtet. In der Tiefe sei es aber katastrophal und daher gäbe es nun auch mehr Waldschäden beim Laubholz.

„Alle Buchen die oben irgendwo auf einer Kuppe stehen, kriegen eine trockene Krone“, so Nikodem weiter. Und sollte dies von oben mehr als drei Meter betragen, seien die Bäume im kommenden Jahr tot.

Die Situation im Stadtwald sei so, dass zur Zeit die Wiederbewaldung vorang habe. Hinzu komme. dass man nicht ernten könne, weil gar nichts mehr da sei, was geerntet werden könne. „Holz spielt eigentlich derzeit kaum noch eine Rolle.“

Eine Menge Arbeit bereitete in den letzten Jahren das Wegesystem wieder in Stand zu setzen, kaputtgefahren durch Holzabfuhr nach dem Borkenkäferbefall und auch der Starkregen habe eine Rolle gespielt.

Bei der Wiederaufforstung versuche man natürlich möglichst heimisches Laubholz zu nehmen und ein bisschen Nadelholz werde immer mit eingemischt, da auch in Zukunft dafür Bedarf sein wird, etwa bei Dachstühlen. Allerdings werde die Fichte nunmehr von der robusteren Weißtanne abgelöst.

Problem sei der Wildverbiss. Der Schutz dagegen liege in diesem Jahr bei immerhin 32.000 Euro. In der Kartmecke habe man einen Zaun um eine Eichenpflanzung errichtet, der im Endeffekt günstiger sei, als eine Schutzröhre um jede Pflanze. „Die Eiche ist wie Salat fürs Rehwild.“ Kulturpflege sei auf etwa zehn Hektar und Jungbestandspflege auf ca. sechs Hektar gemacht worden.

In diesem Jahr sollen noch Am Kump und der Kartmecke Wiederaufforstungen, am Fosloh Naturverjüngungen stattfinden, so Revierförster Richard Nikodem abschließend.  kr