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Balve/Mauretanien. (R.E.) Özkan Güler, Vorsitzender der Türkisch-Islamischen DITIB-Gemeinde Balve, ist wieder auf Afrika-Mission. Nach seinem Besuch in Somalia (2017) ist er seit Karfreitag in Mauretanien, um den notleidenden Menschen zu helfen. Mit einer von ihm geleiteten 12-köpfigen Gruppe will er insgesamt 20 Trinkwasserbrunnen, die durch Spenden von 34 DITIB-Gemeinden gebaut worden sind, ihrer offiziellen Bestimmung übergeben. Ein Brunnen wird den Namen „Balve“ tragen.

Gemeinsam mit einer Gemeinde aus Dortmund ist es der Türkisch-Islamischen Gemeinde Balve gelungen, die für den Bau eines Trinkwasserbrunnens erforderlichen 18.000 Euro zusammen zu bekommen. „Wir müssen den Menschen und vor allem den Kindern helfen. Um an Trinkwasser zu kommen, müssen sie bis zu 12 Kilometer laufen. Sie kennen nur Dürre, Durst und Hunger, während wir in Europa alles im Übermaß haben“, sagt Güler, der sich darüber freut, dass die Kinder aus seiner Gemeinde ihr Herz für die Kinder in Mauretanien ganz weit geöffnet haben.

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Angestoßen von dem Balver Schüler Halil haben Efe, Ege, Arda, Yaser, Bera und Kayra Spielsachen, Luftballons und Kleidungsstücke für die Kinder in Mauretanien gesammelt. Allein mehr als 500 T-Shirts haben mit Güler die Reise nach Afrika angetreten. Sichtlich bewegt von der Initiative der jungen Leute bedankte sich Güler bei jenen Kindern, die sich spontan zu dieser Spendenaktion entschlossen hatten. „Als ich gehört habe, dass Özkan nach Afrika zu den armen Kindern fliegt, habe ich sofort damit begonnen, eine Vielzahl von T-Shirts zu kaufen. Zudem haben wir viele Artikel eingesammelt, über die sich die Kinder in Mauretanien sicher freuen werden“, sagt Halil.

Obwohl sich Güler sehr wohl darüber bewusst ist, dass seine Hilfsaktion gefährlich ist, hat er sich nicht von den Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes stoppen lassen. „Der Wille zur Hilfsbereitschaft brennt in meinem Herzen, deshalb habe ich mich entschlossen, mit der 12-köpfigen Gruppe in Mauretanien zu helfen. Auch wenn ich weiß, dass das, was wir jetzt machen, nur ein Tropfen auf den heißen Stein angesichts der Armut in diesem Land ist“, betont der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Gemeinde Balve im Gespräch mit unserer Zeitung.

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Hier hält sich Özkan Güler in den nächsten Tagen auf
Mauretanien ist ein muslimisch geprägter Wüstenstaat in der nordwestlichen Sahara und der Sahelzone. Im Südwesten des Landes grenzt es an den Atlantik. Die unmittelbaren Nachbarländer sind der Senegal im Süden, Mali im Südosten und Osten, Algerien im Nordosten und die Westsahara im Norden. Mauretanien war bis 1960 französische Kolonie und wurde am 28. November 1960 unabhängig.

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