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Balve/Hönnetal. Nach der Bürgerversammlung am Mittwochabend in Eisborn erreichte die HÖNNE-ZEITUNG heute folgende Erklärung des Kalkwerks Rheinkalk Hönnetal: „Im Zuge der geplanten Steinbrucherweiterung Asbeck begrüßt Lhoist Germany – Rheinkalk GmbH die Chance auf das Zustandekommen eines „Runden Tisches“ mit Vertretern aus Eisborn und Asbeck. Ortsvorsteher Martin Danne hatte nach einem Vorschlag des Unternehmens im April dieses Jahres bei der Bürgerversammlung am vergangenen Mittwoch in Eisborn zur Abstimmung gegeben, das Format umzusetzen, um einen Austausch zwischen Lhoist und den Nachbarn zu ermöglichen. Das Ziel: gemeinsam tragfähige Lösungen für das Projekt und die Nachbarschaft erarbeiten.

„Es wäre wünschenswert, wenn nach bisheriger Ablehnung der von uns angebotenen Gespräche demnächst die Möglichkeit besteht, gemeinsam und konstruktiv über das Thema zu reden“, so Dr. Zacharias Grote, Leiter des Lhoist-Werkes Hönnetal. „Wir stehen nach wie vor für einen vertiefenden Austausch zur Verfügung und sind gerne bereit, offene Fragen so weit wie möglich zu beantworten und uns in eine sachliche, lösungsorientierte Diskussion einzubringen“, betont der Werksleiter. Das Unternehmen hatte bereits im Mai 2018 das erste Mal bei einer Veranstaltung zur geplanten Steinbruch-Erweiterung informiert und im April dieses Jahres im „Dialog vor Ort“ fortgeführt. Grote stellt klar: „Der ‘Runde Tisch‘ ist keine rechtliche Verpflichtung, sondern ein weiteres freiwilliges Angebot unsererseits, das wir in diesem sehr frühen Projektstadium für sinnvoll halten. Keinesfalls ersetzt dieses zusätzliche Angebot die im Genehmigungsverfahren vorgeschriebenen Informationspflichten.“

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„Das Vorhaben steht am Anfang eines langen Prozesses“, unterstreicht auch Christian Zöller, Leiter Politik- und Bürgerdialog bei Lhoist. Kommunizierbare Planungsstände wurden daher erst für den Scoping-Termin am 8. Juli 2019 bei der Stadt Balve erarbeitet und vorgestellt. Erst dort wurde der Untersuchungsrahmen für das Projekt festgelegt. „Zum jetzigen Zeitpunkt die Planung als final anzusehen, ist reine Spekulation“, so Zöller.

Das Unternehmen verwahrt sich in diesem Zusammenhang auch gegen die von der BGS Eisborn erhobenen Vorwürfe, die Unwahrheit gesagt zu haben. Die Erwartung, bereits weit vor dem eigentlichen Genehmigungsantrag endgültige Aussagen zu unterschiedlichen Sachverhalten – etwa zu Flora und Fauna – machen zu können, sei schlichtweg unrealistisch. Umso mehr sei der Runde Tisch für Lhoist von Bedeutung. Zöller abschließend: „Wir wollen über alle weiteren Schritte mit Bürgerinnen und Bürgern sowie mit der Politik im Gespräch bleiben.“

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