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Neuenrade. (R.E.) Der Bürgermeister der Stadt Neuenrade, Antonius Wiesemann,  sagte gestern Abend im Rahmen einer Pressekonferenz im Rathaus das traditionelle Volksfest „Gertrüdchen 2020“ ab. Zuvor war seine Entscheidung jedoch durch eine Indiskretion und die Geschäftsführerin des Stadtmarketins Horny bereits auf Facebook kommuniziert worden. Als das Stadtoberhaupt seine Absage gegenüber den Pressevertretern begründete, ging es schon in den sozialen Medien bereits hoch her. Das hat sich auch im Verlauf des Abends nicht geändert.

Denn es gibt nicht wenige Neuenrader, aber auch Bürger aus anderen Bereichen, die mit der Absage nicht einverstanden sind. Sie halten sie für übertrieben. Dieser Bewertung widerspricht Wiesemann: „Schweren Herzens musste diese Entscheidung fallen, jedoch hat die Gesundheit und Sicherheit der Besucher und unserer Bevölkerung in meinen Augen absoluten Vorrang. Auch wenn andere Behörden keine klare Linie vorgeben, musste hier eine deutliche Entscheidung meiner Ordnungsbehörde getroffen werden. Neuenrade soll nicht als Infektionsquelle fungieren. Es gibt eine Verantwortung für die gesamte Region. Ich hoffe sehr, Sie alle haben Verständnis für diese, mir nicht leicht gefallene Entscheidung.“

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Dass sowohl am kommenden Samstag Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund vor ca. 60.000 Zuschauern spielen, und am „Gertrüdchen-Wochenende das Derby BVB gegen FC Schalke 04 zur Austragung gelangt, ist für das Stadtoberhaupt nicht nachvollziehbar. Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärte Wiesemann: „Ich kann nicht mit der Gesundheit der Menschen spielen. Deshalb habe ich das Volksfest abgesagt, obwohl ich auch Bauchschmerzen bei der Absage hatte.“

Übrigens: Der Verkaufsoffene Sonntag musste auch abgesagt werden, da er nur deshalb genehmigt wurde, weil er im direkten Zusammenhang mit dem „Gertrüdchen“ steht. Darauf wurde gestern Abend noch einmal hingewiesen.

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