Heinz Werner Turk freut sich auf viele Gespräche.. Fotos: Sprawe
Neuenrade. Auf viele interessante Gespräche und Gertrüdchendönekes hofft das Stadtmuseum, welches am Sonntag, 15. März, von 15 bis 17 Uhr, seine Pforte öffnet. Damit sich die Besucher in vergangene Zeiten zurückversetzt fühlen können, zeigt Heinz Werner Turk die von Bernd Buntenbach zusammengetragenen kurzen Filme und Fernsehberichte rund um das Volksfest.

Auch der bekannte Bubba Bitter hat mit passende Accessoires einen Platz im Museum.
Wie sich das jährliche Treiben verändert hat, kann der Zuschauer in 45 Minuten beobachten in denen der Zeitraum von 1959 bis 2003 behandelt wird. Heinz Werner Turk erinnert sich gerne an die Zeit, als die Gertrudenpassage für kleine Spiele genutzt wurde. Diese fanden immer am Freitag statt, weswegen der Eröffnungstag bei Insidern auch als der Heiligabend von Neuenrade bezeichnet wurde.

Bilder aus alter Zeit: Herstellung Buba Bitter und Blick in das Pferdemaul.
In Erinnerung ist Turk das Kirschkern-Weitspucken. Und so waren die Spielregeln: Man nehme eine Kirsche in den Mund und dazu ein Pinnchen Schnaps. Bevor der Kern gespuckt werden konnte, musste zuerst das Fruchtfleisch im „Schnapsbad“ abgelöst werden. Eine sportliche Aktivität, die besonders bei den Zuschauern nach mehrmaliger Teilnahme einzelner Kandidaten für Erheiterung sorgte.
Und unvergessen und heute noch erzählt ist die Geschichte eines Herscheiders, der ein Pferd auf dem Viehmarkt verkaufte und später ein anderes erwerben wollte. Vorher aber schaute der gute Mann wohl auf dem Marktgelände zu tief in zu viele Gläser. Dennoch nahm er ein Pferd mit und bemerkte erst im heimischen Stall, dass er zu höherem Preis sein eigenes, zuvor verkauftes Tier erworben hatte.






