Balve/Neuenrade. Auch in diesem Jahr fließen insgesamt 200.000 Euro Förderung von Bund, Land und den Städten Arnsberg, Balve, Neuenrade und Sundern in Vorhaben, die bis Dezember umgesetzt werden und ihre Wirkung schnell entfalten können.
Der Start der Kleinprojekte, auch bekannt als Regionalbudget, erfolgte in Langscheid. An der neuen, 2025 geförderten, Hütte des SGV trafen sich 45 Engagierte aus der Bürgerregion am Sorpesee. Marita Gerwin, zweite Vorsitzende des LEADER-Vereins, hatte die erfüllende Aufgäbe die Verträge vor Ort gemeinsam mit insgesamt 20 strahlenden Projekträgerinnen und Projektträgern zu unterzeichnen.
Jeweils sieben Vorhaben kommen aus Arnsberg und Sundern, aus Balve sind es vier und zwei aus Neuenrade. Die Förderquote liegt weiterhin bei attraktiven 80 % und die Projektsumme schwankt zwischen 1.800 und 20.000 Euro.
Der endgültigen Entscheidung ging ein Auswahlprozess voraus, denn es wurden deutlich mehr Projektideen eingereicht als Geld zur Verfügung steht. Die Überzeichnung lag bei mehr als 60 %. Das hatte zur Folge, dass von 33 beantragten Vorhaben leider 13 eine Absage erhielten. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) bewertete die Projekte nach öffentlicher Wirkung, Reichweite, Zielgruppe und inhaltlichem Bezug zu den vier Handlungsfeldern JUNGsein, ZUSAMMENsein, KLIMAKLUGsein und BEWEGTsein.
Erneut zeigt sich der Einsatz für ein Miteinander als wertvoller Beitrag jedes Einzelnen für das Leben auf dem Land, betont das Regionalmanagement. Wie zielführend bereits kleine Vorhaben sein können, spiegeln die Kleinprojekte alljährlich wieder. Geschätzt wird auch das gemeinsame Unterzeichnen der Verträge, wo Menschen zusammenkommen, neue Kontakte und somit auch neue Ideen entstehen, die vielleicht im kommenden Jahr in die Tat umgesetzt werden. Die LEADER-Kulisse bietet nicht nur Fördergeld, sondern vor allem Raum für Demokratie, Gemeinschaft und Austausch.
Die Projekte in Balve und Neuenrade
Der Förderverein Bärenstark des St. Antonius Kindergartens in Beckum macht einen Waldspielplatz. Ziel des Projektes ist die Schaffung eines naturnahen Waldspielplatzes an der Marienkapelle Beckum als Begegnungsort für das gesamte Dorf. Besonderes Augenmerk liegt auf Bewegungsförderung, Naturerfahrung eine Verbindung der Generationen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 19.841,21 Euro.
Der Ortsvorsteher Hubertus Schweitzer möchte am Dorfpark Volkringhausen die Errichtung eines Sonnensegels vornehmen. Es ist eine schattenspendende Maßnahme für die Sitzgruppe im Dorfpark, der als Dorfmittelpunkt von Senioren, Familien und Wanderern gut frequentiert und ein beliebter Rast- und Picknickort ist. Gesamtkosten 6.874,25 Euro.
Die BalWer – Balver Werbegemeinschaft will 20 zerlegbare Hütten anschaffen, die als nachhaltige Investition in den Fortbestand des Balver Adventszaubers sowie für den Einsatz anderer lokaler und regionaler Feste (z.B. Schulfeste) einfließen. Balver Vereine können diese Hütten mieten und für eigene Veranstaltungen nutzen. Kostenpunkt: 19.040,00 Euro.
Der SuS Beckum 1920 möchte eine offene Grillecke als Begegnung für Verein, Dorf und Wanderer schaffen. Sie soll als neuer Begegnungs- und Aufenthaltsort neben dem Sportheim für die Bevölkerung sowie für Besucher der Region öffentlich zugänglich sein. Der neue Treffpunkt stärkt das soziale Miteinander von Verein, Dorfgemeinschaft und Besuchern.
Ludger Kemper möchte das Projekt „Küntrop backt – Mobiler Holzbackofen – Vom Korn zum Brot“ umsetzen. Die alte Handwerkskunst des Brotbackens soll der heutigen Generation zugänglich gemacht werden. Ein mobiler Holzbackofen wird angeschafft und vielfältig auf Veranstaltungen, Festen und Treffen in Küntrop betrieben. Der Kindergarten sowie weitere Ortsgruppen werden eingebunden. Thematisiert wird der Ablauf der Entstehung eines Brotes vom Korn zum fertigen Produkt. Das Projekt hat hohen Bildungswert und ist nachhaltig ausgerichtet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 12.373,66 Euro.
Und schließlich will die Interessengemeinschaft Blintrop einen Obstlehrpfad – Naschen und Spielen im Obst-und Entdeckerpfad – errichten. Ein Generationenweg, der ökologische Bildung mit hoher Aufenthaltsqualität verbindet, soll geschaffen werden. Durch die Anpflanzung alter Obstsorten, die Errichtung von Informationstafeln und die Gestaltung eines Rastplatzes mit Aussichtspunkt wird der Erhalt der regionalen Biodiversität gefördert und das soziale Miteinander im Dorf gestärkt. Die Kosten belaufen sich auf 19.992,84 Euro.




