Hemer. Eine 22-jährige Hemeranerin hätte beinahe viel Geld verloren, bloß weil sie online etwas verkaufen wollte. Ein Unbekannter meldete sich und erklärte, dass er bereits bezahlt habe. Die Frau bekam eine E-Mail mit dem Logo der Verkaufsplattform, loggte sich über einen Link ein und gab ihre Onlinebanking-Zugangsdaten ein. Als sie darauf weitere Nachrichten bekam, um einen hohen Geldbetrag zwischen ihren Konten zu transferieren, wurde sie stutzig und reagierte sofort. Sie ließ ihre Konten sperren und erstattete Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs.
Die Polizei warnt dringend vor solchen Phishing-Betrügern. Unzählige Nutzer von Online-Verkaufsportalen wissen ein Lied davon zu singen: Gefälschte Nachrichten mit Links oder QR-Codes, die nur dazu dienen, Daten der Opfer abzugreifen. Die denken, sie würden sich in ihrem Online-Konto anmelden, dabei ist die Oberfläche gefälscht. So gelangen die Täter an die Zugangsdaten und überweisen sich selbst Geld. Am sichersten sind solche Gebraucht-Artikel-Geschäfte bei persönlichen Treffen abzuwickeln: Der Käufer kann die Ware prüfen und der Verkäufer erhält sein Geld. Ist ein Versand nötig, so sollte man die von den Verkaufsportalen angebotenen Zahlungswege nutzen, und zwar indem man sich immer nur auf der echten Seite des Dienstes einloggt. Auf diesem Weg werden keine Konto-Daten weitergegeben. Bei der Verwendung von Zahlungsdienstleistern sollte die „Freunde- und Familie“-Funktion tatsächlich auch nur für Zahlungen an Freunde oder Familie nutzen. (cris)





