Mellen. Mit Mimik Emotionen wecken. So könnte man den Workshop überschreiben, den Britta Adams Choreografin, Chorleiterin und Chor-“Regiesseurin“ am Wochenende in der Schützenhalle in Mellen durchführte. Über 80 Sängerinngen und Sänger waren der Einladung des gemischten Chores Melodie Mellen gefolgt, um sich mit dem Thema Bühnenpräsenz zu beschäftigen. Dass diese auch ganz ohne einstudierten Tanz gesteigert werden kann, bewies Adams binnen des dreistündigen Seminars, das nur so im Fluge verging.
Grundemotionen wie Freude, Trauer, Wut, Verwirrung wurden erarbeitet und in Mimik umgesetzt. Die aufgeteilte Gruppe bekam die Möglichkeit selbst zu erkennen, wie sich die unterschiedlichen Mimiken auf die Wirkung der verschiedenen Chorstücke auswirkten, die bereits am Vormittag gemeinsam mit Daniel Pütz einstudiert worden waren. Während 40 Teilnehmer mit Lächeln, Zornesfalten oder Erstaunen die Stücke zum Besten gaben, konnte die Kontrollgruppe das Gesungene auf sich wirken lassen und so ein direktes Feedback geben.
Im zweiten Teil wurden dann noch Möglichkeiten der Bewegung ausgelotet, ohne ganze Choreographien einzustudieren. Das Stichwort hieß „Individualbewegung“. Die teils weit angereisten Chorfans goutierten das Engagement der Dozentin: „Der Tag in Mellen heute war mega!“, „Eine rundum gelungene Veranstaltung“, „Sollten wir unbedingt wiederholen, so mit 80 Sängerinnen und Sängern, das hat schon was!“, waren nur einige Stimmen aus dem Plenum.



