Strahlend gehen die Autorinnen (v.l.) Sonja Sternitzke, Sabine Rüberg, Angelika Rasche (Beatrix Schulte), Anna Franziska Dyckmanns, Hilde Baumeister, und Grafikdesignerin Kim S. Kemkes nach diesem gelungenen Abend nach Hause, mit dem Wissen, dass zahlreiche Leute aus der Region sich für ihre Leidenschaft interessieren.
Garbeck. Die Geschichte der katholischen Bücherei in Garbeck reicht bis zu Gutachten bei der Bücherverbrennung im Jahr 1933 und noch weiter. Heute wahrt die Bücherei, welche von 16 Ehrenamtlichen und Spenden lebt, mehr als 3000 verschiedene Medien. Nach unzähligen Ereignissen innerhalb der vier Wände, besuchten auch die Autorinnen Sonja Sternitzke, Sabine Rüberg, Angelika Rasche (Beatrix Schulte), Anna Franziska Dyckmanns und Hilde Baumeister am Mittwochabend dieses historische Gebäude, um sogenannte „Schubladengeschichten“ vorzutragen.
Kennengelernt bei der VHS-Autorenschulung in Menden überlegten die Frauen, dass es zu schade sei, Geschichten und Gedichte, welche man in der Vergangenheit schrieb, unerhört zu lassen. Also begaben sie sich nun gemeinsam auf ihre zweite Lesung, um ihren Werken die Anerkennung zu schenken, die sie verdient haben. Ohne Genre, ohne Schema, mit purer Leidenschaft tragen die Damen ihre Werke verschiedenster Themen vor – die eigene Geschichte, Lebenserfahrungen, Fantasien und vieles mehr. Dabei ist es den Damen auch nicht wichtig, dass ein Saal ausgebucht ist, oder dass möglichst viele Leute erscheinen, sondern es liegt den Autorinnen am Herzen, dass die Zuhörer interessiert sind.
„Es ist auch schön vor wenigen vorzulesen, weil man so auch mit vielen Leuten ins Gespräch kommen kann“ , meint Hilde Baumeister. Die Leidenschaft ist es, die Autor und Leser verbinden. Das erläutert auch die Hobby-Autorin Hilde Baumeister: „Schreiben ist etwas Schönes – wie malen oder musizieren. Und ich denke, das ist es auch, was uns alle so sehr verbindet.“
Diese Begeisterung für die Literatur ergab sich bei den Frauen tatsächlich durch das einfache Schreiben eines Tagebuches – sie selbst hätten vor etlichen Jahren niemals gedacht, dass es sie letztlich sogar in eine prall gefüllte Bücherei führen wird, wo sich duzende Bürger für ihre Literatur interessieren werden.

Dort werden neue Adventsgeschichten vorgetragen. Auch diese sind in der Vergangenheit so gut angekommen, dass kürzlich erst das Buch „Storys statt Schokolade“ bei der VHS Menden zum Verkauf bereitgestellt wurde.
Letztlich können die fünf Damen auf eine erfolgreiche Entwicklung ihrer Leidenschaft zurückblicken, womit sie zahlreiche Schreibende hoffentlich inspirieren können. Auf weitere erfolgreiche Lesungen und dass die Passion niemals vergehen wird. AM




