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Balve/Neuenrade. (R.E.) Drohungen, Schmähungen und Verleumdungen der übelsten Art müssten eine Ende haben, deshalb werde am heutigen Samstagabend die Außerordentliche Mitgliederversammlung der Ortsgruppe Balve im Verein für Deutsche Schäferhunde den Ausschluss der beiden Vorstandsmitglieder, Julian Schmidt (2. Vorsitzender) und Claudia Funke aus Garbeck (Ausbildungswartin), aus dem Vorstand beschließen. So die Strategie des 1. Vorsitzenden Mathias Kloos (Neuenrade) sowie seiner Vorstandskollegen und -kolleginnen.

Bevor es jedoch so weit war, listeten der Vorsitzende des Schäferhundevereins, Ortsgruppe Balve, und Schriftführerin Rosemarie Günzel detailliert auf, was sich in den zurückliegenden Monaten hinter den Kulissen abgespielt hatte, bevor der Vorstand die Reißleine zog, um den beiden „untätigen Vorstandsmitgliedern“ Schmidt und Funke den Stuhl vor die Tür zu setzen.

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Als sich Funke noch vor dem Ausschlussverfahren zu Wort melden wollte, weil es sich nach ihrer Meinung bei der Außerordentlichen Mitgliederversammlung um ein Kasperletheater handelt, blockten Kloos und Günzel ab. Ihren Hund an der Leine verließ die Garbeckerin unter Protest das Gelände des Vereins Hundefreunde Balve, auf dem die Versammlung stattfand. Funke war deutlich sicht- und hörbar nicht damit einverstanden, dass Günzel und Kloss ihr unerträgliche Machenschaften vorwarfen. Die beiden sprachen von einer feindlichen Übernahme des Schäferhundevereins Balve durch die in die Kritik geratenen Vorstandsmitglieder. Ihnen sei jedes Mittel recht gewesen, um den Vorstand aus dem Amt zu entfernen. Es seien Leute animiert worden, sich in eine Unterschriftenliste einzutragen, obwohl sie keine Mitglieder waren. „Es ist sogar ein Misstrauensantrag gegen den Vorstand unterschrieben worden, obwohl der nur dann möglich ist, wenn in die Kasse gegriffen wurde, was nicht der Fall war“, erklärte der 1. Vorsitzende Mathias Kloos und fügte hinzu: „Die Verfasser dieses Antrags haben nicht alle Latten am Zaun.“

Sodann forderte er die Mitgliederversammlung auf, mit dem Ausschluss von Funke – Schmidt war bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag per E-Mail freiwillig ausgeschieden – „der Hetze und Diskriminierung“ ein Ende zu bereiten. Auch Günzel verlangte, die Mobbingveranstaltung mit dem Veto der Mitglieder endlich zu beenden. So kam es auch. Von den 18 Mitgliedern stimmten 16 für den Rauswurf, zwei enthielten sich.

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Bei den Nachwahlen zum Vorstand, die von Simone Bahr geleitet wurden, trat Melanie Mayer (BILD) die Nachfolge von Ausbildungswartin Funke an, der Untätigkeit im Amt zum Vorwurf gemacht worden war. „Sie hat überhaupt nichts gemacht und keinen neben sich geduldet“, klagte Günzel die Garbeckerin an. „Ich musste ihre Arbeit erledigen, damit unser Verein keinen Schaden nimmt.“

Um die Nachfolge des 2. Vorsitzenden Julian Schmidt bewarben sich gleich drei Mitglieder des Schäferhundevereins, Ortsgruppe Balve, nämlich Willi Salzmann, Matthias Pazur und Sabine Wassmuth. In geheimer Wahl setzte sich Salzmann durch, der bereits bis Januar 2020 der Stellvertreter von Kloos war. Zu den ersten Gratulanten zählte Schriftführerin Günzel, die gegen Ende der Mitgliederversammlung bilanzierte: „Schön, dass die Intrigen nicht auf fruchtbaren Boden gefallen sind.“

Zuversichtlich will der Vorstand mit diesen Mitgliedern, Vorsitzender Mathias Kloos, 2. Vorsitzender Willi Salzmann, Schriftführerin Rosemarie Günzel, 1. Ausbildungswartin Melanie Mayer, 2. Ausbildungswart Torsten Schmädicke, Kassenwartin Bernadette Brockhaus sowie Jugendwart Josef Weber, den Schäferhundeverein Balve in ruhige Fahrwasser führen.