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Feuerwehr sehr erzürnt über Einsatz im Steinbruch

5.7.2025 | Allgemein, Feuerwehr, Neuenrade, Online | 0 |

Feuerwehr sehr erzürnt über Einsatz im Steinbruch

Kurz vorm Waldbrand: Die Nadeln des Baumes oberhalb des Lagerfeuers sind schon braun gefärbt vom heißen Feuer. Fotos: Feuerwehr Neuenrade

Neuenrade. Da konnten die Feuerwehrleute nur noch mit dem Kopf schütteln. „Hier müssen wir deutliche Worte finden“, heißt es auf der Internetseite der Feuerwehr Neuenrade nach einem Einsatz gestern Abend gegen 20.40 Uhr.

Neuenrader bemerkten eine Rauchentwicklung in Blickrichtung der Windräder auf dem Kohlberg. Bei anhaltend hoher Wald- und Vegetationsbrandgefahr eine brenzlige Situation. Der Löschzug Stadtmitte rückte umgehend aus, um die Lage zu erkunden. Schnell war klar, dass der Rauch aus dem Bereich Steinbruch Winterlit kommt.

Vor Ort konnten mehrere Personen im Bereich des Baggersees angetroffen werden, die dort mehrere Lagerfeuer entzündet hatten. Eines der Feuer war so nah am Wald gelegen, dass es bereits die Nadeln einer darüberliegenden Fichte ankokelte. Um ein Haar wäre diese in Flammen aufgegangen.

Das Feuer wurde schnell mit einfachen Mitteln gelöscht – zum Glück.

„Wie ist so etwas möglich? Mit wie wenig Sinn und Verstand kann man an eine solche Situation ran gehen? Leute, lasst so einen Mist bleiben!“, appeliert der Feuerwehr-Pressesprecher. Zum einen sei es Privatgelände, wo das Betreten ohnehin verboten ist. Zum anderen wurden aus diesem Grunde jegliche Zuwegungen mit Erdwällen oder Zäunen verbarrikadiert. „Dies hat zur Folge, dass wir mit unseren Löschfahrzeugen oder ein Rettungswagen im Notfall nicht zum See gelangen können und mühsam jegliche Ausrüstung rund 500-600 Meter bergauf durch unwegsames Gelände tragen müssten. Bei einem Waldbrand oder einem akuten medizinischen Notfall wartet man dort oben also erst einmal sehr lange auf die dringend nötige Hilfe“, heißt es weiter.

In diesem Falle ist noch einmal alles gut gegangen. Die Feuerstellen wurden durch die Kräfte der Feuerwehr mit vor Ort befindlichen Schüsseln und Wasserflaschen abgelöscht. Das zur Wasserversorgung nachgeforderte Tanklöschfahrzeug aus Affeln brauchte seine 6000 Liter Löschwasser nicht mehr zum Einsatz bringen. Abschließend wurden die Brandstellen noch mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.   FW/kr

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