Balve. Die Krisen unserer Zeit verschärfen sich, aktuell verdrängen Kriege und Wirtschaftskrisen sogar den Klimawandel oder den Verlust von Biodiversität aus der Debatte. Dabei hängt alles zusammen, unsere Abhängigkeit von fossilen Energien ermöglicht Russland den Krieg, macht Iran oder auch Trump zu einer besonderen Bedrohung.
Trotzdem werden Einschränkungen im Konsum vermieden. Dabei ginge es auch anders: In Earth4All Deutschland zeigen Wuppertal Institut und Club of Rome im Zusammenspiel von sechs großen Wenden, dass ein großer Sprung durchaus möglich wäre. Das Zusammendenken von Klima und Ungleichheit, Ressourcen und Armut, Ernährung und Gleichberechtigung kann es sogar einfacher machen.
Die aktuelle Politik geht allerdings nicht in diese Richtung, und auch bei vielen Engagierten und Nachhaltigkeits-Wissenschaftlern schwindet die Hoffnung auf einen guten Ausgang. Umso wichtiger ist es, Hoffnung von Optimismus zu trennen, die Realitäten anzuerkennen, und trotzdem die vielen positiven Entwicklungen zu sehen, trotzdem die vielen Möglichkeiten des Handels zu nutzen. In ganz unterschiedlichen Rollen kann sich jeder einbringen und seinen Teil tun, das macht auch ohne rosa Brille Sinn.
Hans Haake (Foto) ist Senior-Researcher am Wuppertal Institut und beschäftigt sich dort unter anderem mit Fragen der Regionalentwicklung, nachhaltiger Wirtschaftsförderung und dem Aufbau Resilienz. Gemeinsam mit weiteren Autoren hat er für den Club of Rome in Earth4All Deutschland eine Vision entworfen, wie wir im Zusammenspiel mehrerer großer Wenden durchaus in der Lage wären, eine nachhaltige Zukunft zu erreichen. Wenn wir denn wollen.
Wie immer sind alle, nicht nur Kolpingmitglieder, herzlich zu diesem interessanten Vortrag und Gespräch eingeladen.



