Balve/Neuenrade/MK. Die Forstwirtschaftliche Vereinigung (FWV) Mark-Ruhr hat während ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthof „Heerwiese“ in Lüdenscheid Katharina Esser zur neuen Vorsitzenden gewählt. Der bisherige Vorsitzende Heinz Drees aus Mellen war im Juni zurückgetreten. Die neue FWV-Chefin (51) ist Vorsitzende der Forstbetriebsgemeinschaft (FbG) Plettenberg.

Die neue Vorsitzende betonte, dass sie Wert auf eine enge Zusammenarbeit innerhalb des Vorstandes, und auch mit den Partnern der FWV lege. Dabei werde die FWV sich auch über die reine Holzvermarktung hinaus für die Belange der Waldbesitzer einsetzen. Dies reiche von praktischer Unterstützung und Beratung bis hin zu einer Interessenvertretung der Klein- und Kleinstwaldbesitzer.

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Die Mitglieder der FWV Mark-Ruhr wiesen in diesem Zusammenhang noch einmal auf die Nöte der Waldbesitzer hin: „Die Borkenkäferplage zerstört das, was die Waldbesitzer in den letzten hundert Jahren aufgebaut haben. Zukünftig wird der Forst nicht einmal genug erwirtschaften, um davon die Grundsteuer A bezahlen zu können. Von den Kosten für Beförsterung, Berufsgenossenschaft und anderes ganz zu schweigen“, hieß es in der Jahreshauptversammlung.

Gleichzeitig stellen die Waldbesitzer, so Esser, ihren Wald unentgeltlich für alle Erholungssuchenden, vom Hundebesitzer bis zum Mountainbiker, zur Verfügung und leisteten einen unersetzlichen Beitrag für den Klimaschutz und die Luftreinhaltung.

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Katharina Esser sagte zu, dass sich die FWV zukünftig stärker in der Interessenvertretung der Klein- und Kleinstwaldbesitzer engagieren wolle: „Etwa zwei Drittel der Waldfläche in NRW gehört Waldbesitzenden, die weniger als 100 ha haben. Die meisten davon haben sogar weniger als 20 ha. Genau diese bündeln wir hier in unserer Forstwirtschaftlichen Vereinigung.“

Die Geschäftsführung der FWV liegt in Händen von Nikola Galla, Geschäftsführerin des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Märkischer Kreis im Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV). Bei der Versammlung stellte sich auch Dr. Thomas Forstreuter, neuer Hauptgeschäftsführer des WLV in Münster, vor. Der Jurist des Hauses, Hubertus Schmitte, erläuterte das Engagement des WLV, der in vier solcher Organisationen als Gesellschafter tätig ist und damit auch für den bäuerlichen Wald adäquate Dienstleistungen anbietet.

Neben dem WLV sagten auch die Leiter der Forstämter Märkisches Sauerland – Jörn Hevendehl- und Ruhrgebiet – Reinhard Hassel – eine unterstützende Zusammenarbeit zu. Zu Gast war auch der neue Geschäftsführer der Vermarktungsorganisation „WaldholzSauerland GmbH“, Till Eismann, der die Nachfolge des in den Ruhestand getretenen Klaus Zocher angetreten hat, sowie der neue Assistent der Geschäftsführung, Raphael Scheckel.

 

 

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