Neuenrade. Die Sitzung des Ausschusses für Schule, Soziales, Jugend und Sport wird Janine Lohmann noch lange in Erinnerung bleiben. Es ging um die Vorstellung der zwei Konzepte für den geplanten Schulanbau. Schließlich sorgte die Planung des ursprünglichen Bebauungsplanes für hitzige Diskussionen, stand doch die Fällung von vier Blutbuchen im Raum.
Für Lohmann damals Grund für die Gründung der Gruppe „Baumfreunde Neuenrade“, die heute 15 Mitglieder vorweisen kann. Umso erleichterter zeigte sich die Baumfreundin darüber, dass die Beseitigung der rund 200 Jahre alten Riesen für alle Mal vom Tisch ist.
Bis hierhin waren es sechs Jahre, angefüllt mit vielen Besuchen im Rathaus und einem erstellten Gutachten zum Zustand der Bäume. Dass deren Fortbestand lange fraglich war, davon zeugen Protestplakate, die am Zaun davor angebracht wurden. „Die bleiben auch da hängen und sollen auf die Bedeutung von Bäumen im Stadtgebiet hinweisen. Zudem werden die auch öfter aktualisiert“, stellt Lohmann klar.
Ob die Rettung der Stadtbäume nun den Baumfreunden zu verdanken ist, oder ob die Neuplanung des Bauvorhabens unter Betrachtung des demografischen Wandels ausschlaggebend war, sei dahingestellt. In jedem Fall werden die Baumfreunde Neuenrade nicht müde, sich auch in Zukunft um die Belange Neuenrader Bäume und damit um das Klima zu bemühen.sp