Die drei Preisträger des Abends: kfd Balve (l.), Musikzug Langenholthausen (Mitte) und die Malteser-Jugend (r.) erhielten den Heimatpreis vom stellvertretenden Bürgermeister Alexander Schulte.  Fotos: Roland Krahl

Mellen. Das Saxofon-Quintett der Musikschule Hemer begrüßte am Freitag musikalisch die Gäste zur traditionellen Ehrung verdienter Bürger, zur Verleihung des Heimatpreises 2026, sowie zur Eintragung der Schützenkönigspaare in das Goldene Buch der Stadt Balve. Auch sonst passte der Rahmen in der festlich hergerichteten Mellener Schützenhalle und war dem Anlass entsprechend.

Das hob auch Jörg Roland, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Balve, in seiner Begrüßung hervor. „Die heutige Veranstaltung steht ganz im Zeichen des ehrenamtlichen Engagements, der Verbundenheit mit unserer Heimat und der Pflege unserer örtlichen Tradition“, so der stellvertretende Bürgermeister. Er machte deutlich, dass mit der heutigen Ehrung die Stadt Menschen ihren Dank entgegenbringen möchte, die sonst eher im Hintergrund tätig sind. Sie wären es, die einen besonderen Beitrag dazu leisten, dass die Stadt lebens- und liebenswert bliebe. Mit dem Heimatpreis würden Menschen, Vereine und Initiativen geehrt, die sich im Besonderen für unsere Heimat einsetzen.

Dazu würden auch die Schützenbruderschaften zählen, die in besonderer Weise zum gesellschaftlichen Leben in der Stadt beitragen würden. Daher würden die Königspaare mit der Eintragung ins Goldene Buch Teil der Stadtgeschichte und würden somit eine bleibende Erinnerung hinterlassen.

Bürgermeister Hubertus Mühling bat sodann die Schützenkönigspaare nach vorn, um sich in das Goldene Buch der Stadt Balve einzutragen. Dieses geschehe seit nunmehr 26 Jahren, betonte er. „Die Bruderschaften und ihre amtierenden Königspaare stellen einen Grundpfeiler unserer sauerländischen Gesellschaft dar. (…) Sie sind damit ein wesentlicher Pfeiler unseres Zusammenlebens, unserer Tradition, und bauen immer wieder eine Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft.“ Da die Schützen allesamt Immobilien vorweisen, die auch für andere Vereine und Veranstaltungen genutzt werden, zeigten sie eine besondere Verantwortung und ehrenamtliches Engagement.

Zur Eintragung in das Goldene Buch erschienen: Dr. Paul Stüeken mit Ehefrau Ramona (Balve), Hannes Goeke und Carlotta Moch (Beckum), Felix Krämer und Franziska Rüth (Eisborn), Sebastian und Annika Bertsch (Garbeck), Marc und Jessica Oehms (Langenholthausen), Eugen und Eileen Schulte (Mellen). Das Volkringhausener Königspaar muss ihre Unterschriften noch nachholen.

An diesem Abend ging es Schlag auf Schlag. Nach einem kurzen Musikstück konnte stellvertretender Bürgermeister Alexander Schulte die Prämierung mit dem Heimatpreis vornehmen. In seiner Laudatio machte er deutlich, dass Heimat viele Gesichter habe und könne auch bedeuten, Kindern zu zeigen, dass auch sie diese Heimat mitgestalten könnten. Den dritten Platz, dotiert mit 1000 Euro, erhielt die Malteser-Jugend Balve. „Die Malteser-Jugend hat ihre digitale Schnitzeljagd, die in den vergangenen Jahren bereits Themen wie Heimatgeschichte und Nachhaltigkeit aufgegriffen hat, in diesem Jahr einem neuen Thema gewidmet“, so Schulte. An verschiedenen Stationen müssten Aufgaben gelöst werden – und ganz nebenbei würden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer etwas über ihre Rechte erfahren. „Denn die Kinderrechte sichtbar zu machen, bedeutet auch, uns Erwachsenen den Spiegel vorzuhalten.“ Auch das sei Heimat.

Wenn man über Heimat spreche, komme man an einem Thema nicht vorbei: Gemeinschaft. „Und kaum jemand verkörpert dieses Thema so umfassend wie die kfd St. Blasius Balve“, verkündete er die Entscheidung der JuryDie kfd schaffe Räume, in denen Menschen sich träfen, miteinander reden und lachen würden und Zeit verbringen könnten. Jung und Alt. „Ein Fuß steht fest in der Tradition – und der andere ist schon ziemlich weit in der Zukunft. Und genau das ist Heimat.“ Für den 2. Platz gab es 1500 Euro.

Wenn man über Heimat spricht, dann gibt es wahrscheinlich kaum etwas, das Heimat so unmittelbar vermittelt wie Musik“, so Schulte, der den Musikzug Langenholthausen für den 1. Platz, der mit 2500 Euro Preisgeld bedacht wird, nach vorn bat. Der Musikzug Langenholthausen sei ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in unserer Stadt und in unserer Region. Beworben hat sich der Musikzug mit einer Investition in das Ehrenamt. Eine Lautsprecheranlage soll angeschafft werden, die flexibel bei Veranstaltungen mit bis zu 500 Personen eingesetzt werden kann. „Manchmal muss man einfach dafür sorgen, dass die Musik auch weiterhin gut zu hören ist. Heimat hat Klang. Und diesen Klang wollen wir auch in Zukunft hören“, schloss der stellvertretende Bürgermeister.   kr

Ehrung verdienter Bürger