AKTUALISIERT: Dichte Qualmwolken empfingen die Feuerwehrleute.
Helle. Zu einem Dachstuhlbrand rückte gegen Mittag um 11.30 Uhr fast die gesamte Feuerwehr der Stadt Balve aus. Lediglich die Löschgruppe Eisborn wurde als Reserve zurückbehalten. Der Brand war in einem leerstehenden Firmengebäude in der Glärbach ausgebrochen, an dem Dacharbeiten gemacht werden.
„Schon bei der Anfahrt sahen wir die Rauchwolke“, so Einsatzleiter Gerold Vogel, der daraufhin sofort die Löschgruppen Mellen und Langenholthausen nachorderte. Das Brandgeschehen war und ist zudem eine Herausforderung, da das Dach nicht betreten werden konnte. Einige Balken waren bereits derart verbrannt, dass die Gefahr eines Durchbruchs bestand.
Die erste Brandbekämpfung richtete sich zudem darauf, dass das Feuer sich nicht weiter ausbreiten konnte. Da entsprechender Personal- wie auch Materialbedarf erforderlich war, wurden der Löschzug Garbeck und die Löschgruppe Hönnetal nachgefordert. Nach gut 45 Minuten, so Wehrleiter Christopher Biehs, war der Brand unter Kontrolle.
Nach rund eineinhalb Stunden begannen die Aufräumarbeiten der Feuerwehr. Allerdings war da der Brand noch nicht vollständig gelöscht. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir an den Brand hinter der Isolierung herankommen“, hieß es vor Ort. Die Restlöscharbeiten könnten durchaus noch zwei Stunden andauern, da man eben von oben nicht und von unten nur unter erschwerten Bedingungen an den Brandherd gelangen könnte, da Dachteile herunterfallen könnten.
Insgesamt waren 32 Feuerwehrleute im Einsatz, zusätzlich noch der Rettungsdienst und Polizeikräfte. Die Glärbachstraße war während der Brandbekämpfung komplett gesperrt. kr
Update 15 Uhr: Soeben meldet Wehrleiter Christopher Biehs, dass die Meldung „Feuer aus“ gegeben wurden. Ergänzend teilte er noch mit: „Da sich jedoch schnell abzeichnete, dass die Tragfähigkeit der Dachkonstruktion nicht mehr gewährleistet sein könnte, wurde der Innenangriff aus Sicherheitsgründen abgebrochen und sämtliche Einsatzkräfte aus dem Gebäude zurückgezogen. Im weiteren Einsatzverlauf wurde die Dachhaut gezielt von außen geöffnet, um die Brandbekämpfung unter möglichst geringer Gefährdung der Einsatzkräfte fortzuführen. Anschließend konnte der Brand durch einen umfassenden Außenangriff erfolgreich bekämpft werden.“
Die eingesetzten Kräfte rücken wieder in ihre Standorte ein. Dort erfolgt die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft, insbesondere durch den Austausch von Schlauchmaterial, Atemschutzgeräten und weiterer eingesetzter Ausrüstung.
Fotos: Roland Krahl



