Anzeige


Neuenrade. Die Stadt Neuenrade sieht der Pegida-Demonstration gegen die geplante Moschee am 29. August gelassen entgegen. Michael Stürzenberger ist auf dem Schulhof der Burgschule Neuenrade als Redner angekündigt. Grund genug für die HÖNNE-ZEITUNG bei Bürgermeister Antonius Wiesemann nachzufragen, wie sich die Stadtverwaltung Neuenrade auf das Ereignis vorbereitet.

„Ich weiß, dass eine Demonstration angemeldet ist, ich weiß, wer der Sprecher ist. Ich weiß nach meinen Recherchen über diesen Redner, dass er sehr kritisch gesehen wird.“ Ob aus dem Rathaus technische oder andere Hilfestellung geleistet wird, ist dem Stadtoberhaupt derzeit nicht bekannt. Die Umsetzung eventueller Anfragen obliegt laut Wiesemann anderen Behörden. „Wir sorgen dafür, dass hier Recht und Ordnung herrscht. Das Ordnungsamt wird sich um das Parken kümmern, damit auch die Verkehrssituation unter Kontrolle ist und Rettungswege offen sind.“

Anzeige

Was das Sicherheitskonzept für den Nachmittag angeht, liegt es nicht in der Zuständigkeit der Stadt. „Wir sind dafür zuständig, dass wir die Arbeiten und Aufgaben des Ordnungsamtes der Stadt Neuenrade wahrnehmen. Wir sind keine Polizeibehörde“, betont Antonius Wiesemann. Er selbst wird der Veranstaltung nicht beiwohnen, um „solchen Leuten keine Plattform zu geben.“

Im Rahmen der Diskussion um den geplanten Bau einer Moschee gibt es im Internet eine Seite, auf der man gegen das Bauvorhaben stimmen kann. Alle bisher registrierten 15.724 Eingänge sind direkt an Bürgermeister Antonius Wiesemann und den Rat der Stadt Neuenrade weitergeleitet worden.
Sonderlich beeindruckt von dieser Aktion zeigt man sich im Rathaus allerdings nicht. Man habe es zur Kenntnis genommen und überlege, welche rechtlichen Möglichkeiten in dieser Angelegenheit bestehen.

Anzeige


Wie Neuenrade wirklich ist, das möchte Bürgermeister Antonius Wiesemann am kommenden Sonntag im Rahmen eines vom Stadtmarketing organisierten Familienpicknicks „Am Wall“ unter Beweis stellen. In der Zeit von 14 bis 17 Uhr heißt es dann für Jung und Alt gemeinsam internationale Spezialitäten, Musik und kleinere Aktionen zu genießen.  Karsten Strawe

Anzeige