Menden. Eine 29-jährige Mendenerin ist auf ein Jobangebot bei TikTok eingegangen, hat ihre Bankdaten eingegeben und befürchtet nun, dass ihre Daten missbräuchlich genutzt werden. Sie erstattete Anzeige bei der Polizei wegen Betrugsverdachts.

Am vergangenen Dienstag stieß sie in dem sozialen Netzwerk TikTok auf ein vage formuliertes Job-Angebot. Über WhatsApp landete sie schließlich in einem Telegram-Kanal und gab ihre Bankdaten an. Ihre Aufgabe: Online-Jobs mit den maximal möglichen fünf Sternen bewerten. Dafür bekam sie bis zu 20 Euro. Das Ganze kam ihr aber nach wenigen Bewertungen komisch vor und nun befürchtet sie, dass der Anbieter ihre Bankdaten missbrauchen könnte.

Grundsätzlich besteht eine solche Gefahr: Die Polizei mahnt zur Vorsicht, wenn Arbeit- oder Auftraggeber völlig anonym bleiben und kein persönlicher Kontakt zustande kommt. Die Opfer müssen Ausweiskopien und Bankdaten übermitteln. Immer wieder werden Jobsuchende dazu gebracht, auf ihren Namen Konten zu eröffnen – angeblich, um das Konto-Eröffnungsverfahren zu „testen“. Im Anschluss transferieren Betrüger hohe Summen, mutmaßlich aus illegalen Geschäften, über diese Konten. Bis die Sache auffliegt, sind die Gelder abgebucht und betrogene Opfer stellen Forderungen an die „Tester“.

Die Polizei nimmt Ermittlungen auf wegen Geldwäsche. Grundsätzlich gilt für das Internet der dringende Rat, sparsam mit persönlichen oder sensiblen Daten umzugehen. Einmal hochgeladene Ausweise lassen sich nicht zurückholen. Betrüger können diese noch jahrelang für kriminelle Tätigkeiten nutzen.