Neuenrade/Balve. In Neuenrade wüteten in der Silvesternacht die Vandalen. Nach ersten Ermittlungen handelte es sich dabei um Jugendliche, die an mehreren Gebäuden erheblichen Schaden verursacht hatten. Die Polizei schätzt die Summe auf rund 40.000 Euro.

Die Eingangstür wurde mit einem Gullideckel beworfen.

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Nach anfänglich einer Summe von 1000 Euro Belohnung, die zur Ergreifung des oder der Täter führt, hat die Stadt Neuenrade nun die Summe auf 1500 Euro erhöht. „Wir erhoffen uns dadurch, dass es zu weiteren Hinweisen kommt“, so Annabell Steiner, Pressesprecherin der Stadt Neuenrade. Sie habe sich bereits einen Teil der Videos angesehen, die nach der ersten Stufe der Belohnung bereits eingegangen waren. Es sei einfach erschreckend gewesen, wie sich die jungen Erwachsenen da verhalten haben. Erkennen konnte man offensichtlich jedoch niemanden.

Jetzt wurden auch Flyer an der Realschule in Balve verteilt. So erhofft man sich weitere Hinweise auch von den Jugendlichen, die vielleicht ein Video im Internet gesehen haben. „Es sollen welche kursieren“, so Steiner. Gefunden wurden sie bislang noch nicht.

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Mehrere Fenster gingen bei dem nächtlichen Angriff zu Bruch. Fotos: Stadt Neuenrade

Die Stadt Neuenrade nimmt dazu auch anonyme Schreiben an. Dazu reicht es, wenn ein Brief in den Briefkasten am Rathaus Neuenrade geworfen wird mit dem Link auf einen entsprechenden Film im Internet.

Ob dadurch wirklich die oder der Täter gefunden wird, der zahlreiche Glasscheiben zerstört hat und so großen Schaden verursachte, bleibt abzuwarten. Auf den Kosten wird die Stadt Neuenrade wohl hängen bleiben. Eine Glasbruchversicherung gäbe es bei die öffentlichen Gebäuden nicht, die Vandalismus einschließe. Also müssen im Endeffekt alle Bürger diesen Vandalismus zum neuen Jahr bezahlen.   kr

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