Balve/Volkringhausen. (R.E./e.B) Erstmalig informierten die First Responder der Freiwilligen Feuerwehr Balve über sich und die Frühdefibrillation. In der Schützenhalle Volkringhausen informierten sich die Volkringhauser Bürger und die Familienangehörigen der Feuerwehr-Löschgruppen Volkringhausen und Beckum darüber, wie man bei einem Herz-Kreislaufstillstand mit einem Automatischen Externen Defibrillator (AED) umgeht.
Zum Auftaktvortrag von Christian Boike kamen gut 50 Interessierte das Hubertusheim. Der Leiter des Löschzuges 3 der Freiwilligen Feuerwehr Balve erläuterte das richtige Verhalten beim Herz- Kreislaufstillstand, verdeutlichte die Notwendigkeit der Ersten Hilfe und motivierte dazu, entsprechende Kurse zu besuchen. Boike ging zudem auf die Wichtigkeit von Automatisch Externen Defibrillatoren ein, die im Falle eines Kreislaufstillstandes nicht nur einen lebensrettenden Stromimpuls aussenden, sondern den Laien mit klaren Kommandos und Piktogrammen durch die Wiederbelebungsmaßnahmen führen.
Nach dem Vortrag machten sich die Besucher an drei Mitmachstationen selbst ein Bild davon, wie fit sie in Erster Hilfe wirklich sind. So konnten in der kleinen Halle unter fachkundiger Anleitung die Seitenlage und der Druckverband wiederholt und geübt werden.
In der großen Schützenhalle warteten insgesamt 16 Simulatoren im Gesamtwert von über 30.000 Euro auf die Interessierten. Diese hochmodernen Puppen, über Bluetooth mit einem PC vernetzt, wurden von befreundeten Feuerwehren, der DLRG Langscheid und der Fa. WEPA aus Müschede, zur Verfügung gestellt.
Dazu kam eine Auswahl von neun unterschiedlichen Defibrillatoren, die so auch im Balver Stadtgebiet an diversen Standorte zu finden sind. An jedem Simulator standen die Kameradinnen und Kameraden der First Responder aus Volkringhausen und Beckum mit Rat und Tat zur Seite, so dass jeder der Besucher bei Herzdruckmassage und Beatmung in Kombination mit dem AED schnell feststellte, dass Wiederbelebung anstrengend sein kann.
Neben Erwachsenen- standen auch Kinder- und Babysimulatoren zur Verfügung, um auch hier für mögliche Baby- und Kinderreanimation gut informiert zu sein. Ebenfalls vor Ort war ein Rettungswagen der Feuer- und Rettungswache Menden, um einen Einblick in das medizinisch-technische Knowhow des öffentlichen Rettungsdienstes gewähren zu können. Alle Teilnehmer fanden nach Abschluss der Veranstaltung nur lobende Worte und unterstrichen die Wichtigkeit um das Wissen und Können im Notfall. Sie lobten das Engagement der First Responder für das Dorf Volkringhausen und die gesamte Stadt Balve. Viele nahmen sich vor, wieder einen Erste- Hilfe- Kursus zu besuchen.
Abschließend konnte der Leiter der First Responder und Zugführer des Löschzuges 3, Christian Boike, ein sehr positives Fazit des Tages ziehen: „Unsere Besucher waren hoch motiviert und sehr interessiert, ich habe mich sehr über diese Resonanz gefreut. Ein besonderes Lob geht aber auch an meine Truppe, die Kameradinnen und Kameraden der First Responder, ohne die dieser erfolgreiche Tag nicht möglich gewesen wäre. Sie bilden sich neben der eigentlichen Feuerwehrarbeit auch im medizinischen Bereich immer weiter fort, besuchen Lehrgänge, Fortbildungen und Rettungsdienstpraktika und nicht zuletzt leisten sie ihren Einsatzdienst“, erklärte Boike und ergänzte: „Neben den mehr als 50 Feuerwehreinsätzen in 2018 immerhin noch zusätzliche 37 First-Responder-Einsätze – das kann ich gar nicht hoch genug honorieren.“
Dass Boike sehr großen Anteil daran hat, dass die First-Responder-Einheit heute über 18 Feuerwehrkameraden und -kameradinnen verfügt, ist vor allem seinem vorbildlichen ehrenamtlichen Engagement geschuldet. Darüber sind sich alle Ersthelfer einig. Als äußeres Zeichen der Anerkennung überreichte der Chef der Volkringhauser Löschgruppe, Patrick Schäfer, am Samstagnachmittag Christian Boike ein top-aktuelles Foto von der super Truppe aus dem Unteramt.
Impressionen vom First-Responder-Informationstag unter
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