Anna Schulte (l.) und Ulrike Knips von der Stadt Balve bei der Ausstellungseröffnung im Ruhr- Museum in Essen am Balver Exponat. Foto: Stadt Balve
Balve. Die Stadt Balve ist Teil eines außergewöhnlichen Ausstellungsprojekts: In der Sonderausstellung „ÜberLeben in der Eiszeit“ wird das Ruhr-Museum auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein zum zentralen Schauplatz des ersten Teils der Paläontologischen Landesausstellung Nordrhein-Westfalens. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 10. Januar 2027 in Essen und ist einen Ausflug wert.
Mehr als 350 Exponate veranschaulichen eindrucksvoll das Leben in der Eiszeit. Zu sehen sind spektakuläre Originalfunde wie der Mammutschädel von Haltern, lebensgroße Tierrekonstruktionen sowie seltene Zeugnisse der eiszeitlichen Pflanzenwelt. Multimediale Inszenierungen und Animationen machen deutlich, wie eng Klima, Natur und Mensch miteinander verbunden waren.
Einen besonderen Beitrag leistet dabei die Stadt Balve: Das Museum für Vor- und Frühgeschichte (MUBA) stellt bedeutende Leihgaben zur Verfügung. Dazu gehören die Nachbildung des Mammutstoßzahnes sowie der Schädel im Sinter, die einen direkten Einblick in die Eiszeit ermöglichen. Diese Exponate unterstreichen die wissenschaftliche Bedeutung Balves und machen die Ausstellung um eine wichtige regionale Perspektive reicher.
Die Ausstellung schlägt zudem eine Brücke in die Gegenwart. Sie zeigt, wie sich das Klima in der Vergangenheit verändert hat, und stellt die Frage, wie die heutige Gesellschaft mit dem Klimawandel umgeht. Damit verbindet sie aktuelle Forschungserkenntnisse mit zentralen Herausforderungen unserer Zeit – und macht deutlich, dass auch Funde aus Balve einen wichtigen Beitrag zum Verständnis dieser Entwicklungen leisten.






