Wenn es um Wärme und Heizen geht, kommt niemand am Schornsteinfeger vorbei, der längst nicht mehr „der schwarze Mann vom Dach“ ist. Foto: Karsten Sprawe
Neuenrade. Rund 35 interessierte Zuhörer konnte Bürgermeister Volker Klüter zur ersten von geplant zwei Veranstaltungen zum Thema Kommunale Wärmeplanung für Neuenrade im Kaisergarten begrüßen. Zielbild der Informationsveranstaltung war die Klimaneutralität der Stadt unter dem Aspekt der Wärmeversorgung, die im Moment zu 89 Prozent aus Gas und Öl besteht. Lediglich 11 Prozent sind erneuerbare Energien.
Dr.-Ing. Tobias Müller von der BMU Energy Consulting GmbH aus Wuppertal veranschaulichte in seine durch Folien unterstützten Ausführungen aber auch, wo in Neuenrade der Ausbau eines Wärmenetzes machbar, sinnvoll und vor allem auch wirtschaftlich sein kann. Entgegen der Kernstadt scheide der Altstadtbereich wegen seinen räumlich begrenzten Möglichkeiten eher aus, was aber lediglich 3 Prozent der Stadtfläche ausmache. Somit sind nach Aussage des Geschäftsführers der BMU 97 Prozent der Hönnestadt für Luft – Wasser – und Wärmepumpen geeignet.
Ein konkretes Ergebnis zu Analyse in Neuenrade ist in einer zweiten Veranstaltung zum Thema vorgesehen. Ein Termin steht noch nicht fest, doch soll der fachliche Projektabschluss im August sein. Im Anschluss an die Präsentation könnten sich die Zuhörer über das Thema Wärme der Zukunft zwanglos an Infoständen wie dem des Schornsteinfegerhandwerks, individuell beraten lassen. Auch die Verbraucherzentrale NRW war vertreten und bat eine Energieberatung an.
Mitorganisator der Veranstaltung die im Rahmen der Klima- und Umweltwoche stattfand war Umwelt- und Klimaschutzmanager Simon Mai, der für die Energiewende in Neuenrade treffend bemerkte, dass es noch ein weiter Weg aber mit Potential sei. sp




