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Er war nicht nur ein ausgezeichneter Landwirt, bevor er seinen Betrieb an seinen Sohn übergab, für ihn war es auch selbstverständlich, sich in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen.

Gemeint ist Josef Vedder-Stute, der sich in landwirtschaftlichen Gremien, Vereinen und der Politik vorbildlich engagierte. Wie sagte Mellens Ortsvorsteher Marco Voge im Gespräch mit unserer Zeitung so treffend: „Josef Vedder-Stute war ein Macher. Er hat sich über zig Jahre für unser Dorf Mellen eingesetzt. Als ich am Samstag die Nachricht erhielt, dass mein Vorgänger als Ortsvorsteher am Freitag verstorben ist, war ich sehr betroffen. Denn bis vor wenigen Tagen habe ich ihn noch durch Mellen fahren sehen. Es war immer interessant, sich mit ihm zu unterhalten.“

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In der Tat war Josef Vedder-Stute stets ein Mann, der gern kommunizierte, aber vor allem viel für sein Dorf Mellen erreichen wollte. Nicht zuletzt aus diesem Grunde brachte sich der Landwirt mit viel Herzblut und Leidenschaft über viele Jahre in die Kommunalpolitik ein. Er war Bürgermeister des Golddorfes, bevor es zur kommunalen Neugliederung in 1975 kam. Als die „freundliche“ Übernahme durch die Stadt Balve erfolgte, mutierte Josef Vedder-Stute zum Stellvertretenden Bürgermeister und Ortsvorsteher von Mellen. Seine Forderungen im Rat oder in den Fachausschüssen für den Ortsteil Mellen, stießen zwar hin und wieder auf erheblichen Widerstand, aber das hielt den CDU-Ratsvertreter nicht davon ab, nachzusetzen, um doch noch sein Ziel zu erreichen.

Er war ein ehrgeiziger Ehrenamtler, der keine Mühen scheute. Die Belohnung: Im Jahr 1991 gewann er mit den Mellern beim Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ die Goldmedaille. Mit dem Edelmetall im Gepäck, reiste er mit vielen Dorfbewohnern nach Berlin zum Bundeswettbewerb und kehrte mit der Bronzemedaille zurück.

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Durch diesen Triumph, an dem er als Macher sehr großen Anteil besaß, hat Josef Vedder-Stute, der vier Tage vor seinem 96. Geburtstag verstorben ist, Geschichte geschrieben in der Stadt Balve. Verständlich, dass nicht nur seine Familie, die Dorfgemeinschaft, sondern auch zahlreiche Bürger weit über die Stadtgrenzen hinaus um einen Menschen trauern, dem nicht nur der Ortsteil Mellen viel zu verdanken hat. Josef Vedder-Stute werden die Hönnestädter ein ehrendes Gedenken bewahren.

Am Freitag, 3. Mai, 15 Uhr, wird für ihn das Requiem in der St.-Barbara-Kirche zu Mellen zelebriert, die er als gläubiger Katholiken Sonntag für Sonntag besuchte. Anschließend findet die Beisetzung auf dem Friedhof in Mellen statt.

                                                                     Richard Elmerhaus

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