Von Richard Elmerhaus

Balve. Bis zur Fertigstellung des neuen Gemeindezentrums der Katholischen Kirchengemeinde St. Blasius Balve wird es noch eine Weile dauern. „Wir müssen realistisch bleiben. Auf Grund dessen, dass es sehr schwierig ist, Firmen für den Roh- und die Innenausbau zu finden, können wir das neue Gebäude erst 2020 nutzen“, betont der Leiter des Bauausschusses des Kirchenvorstandes St. Blasius Balve, Bruno Köck.

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Da die Bauwirtschaft derzeit boomt, die Gehälter der Mitarbeiter um mehr als 5 Prozent gestiegen und die Baumaterialien wesentlich teurer geworden sind, werden sich nach Aussage von Köck die Kosten für das neue Gemeindezentrum deutlich erhöhen. Bisher war der Bauherr von 1,6 Millionen Euro ausgegangen. Diese Summe wird angesichts der Preissteigerungen bei weitem nicht ausreichen. Es ist davon auszugehen, dass das neue Gemeindezentrum 2 Mio. Euro kosten wird.

Bevor jedoch in 2019 der Grundstein für das Gebäude gelegt wird, muss das alte Pfarrheim abgerissen werden. „Damit werden wir im Herbst beginnen. Wenn wir bis dahin eine Firma finden. Derzeit ist unser Architekt dabei, den Abrissantrag zu fertigen. Sobald der fertig ist, geht er an den Märkischen Kreis, um die Genehmigung für die Abrissarbeiten zu erhalten. Dann reichen wir den Bauantrag ein. Ist er genehmigt, beginnt das Ausschreibungsverfahren“, so der „Bauminister“ des Kirchenvorstandes, Köck, auf Anfrage unserer Zeitung.

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Martin Gruschka (links) und Bruno Köck vom Kirchenvorstand St. Blasius Balve informierten zuletzt im Februar 2018 über das Bauvorhaben.   Foto: Richard Elmerhaus

„Auch wenn die Bauwirtschaft derzeit verrückt spielt, Ende des Jahren ist das alte Pfarrheim weg“, legt sich Köck fest. Auch was den Startschuss für das neue Gemeindezentrum betrifft hat der erfahrene Dipl.-Ing. und Geschäftsführer der Firma Künzel GmbH & Co. KG aus Menden (Kanal- und Straßen- und Landschaftsbau) genaue Vorstellungen. „Wir werden als Bauherr, Katholische Kirchengemeinde Balve, Anfang 2019 mit dem Bau beginnen, wenn wir denn eine Baufirma finden. Mit der Fertigstellung der neuen Immobilie ist aber erst in 2020 zu rechnen“, betont der „Bauminister“ des Kirchenvorstandes St. Blasius, der sich jetzt erst einmal auf den Abriss des alten Pfarrheims konzentriert.

Nach den Sommerferien soll das Gebäude ausgeräumt werden. Sodann ist der Umzug des Pfarrarchivs in das ehemalige St.-Marien-Hospital Balve geplant. Der ursprünglich vorgesehene Plan, das Pfarrarchiv in der ehemaligen Krankenhaus-Kapelle unterzubringen, ist verworfen worden. Denn das Erzbischöfliche Generalvikariat Paderborn war mit dieser Regelung nicht einverstanden. Jetzt konzentrieren sich der Kirchenvorstand und der Geschäftsführer des Gesundheits-Campus Sauerland, Ingo Jakschies, darauf, das von Rudolf Rath geführte Pfarrarchiv im ehemals kleinen Operationssaal des Krankenhauses unterzubringen. Die Räumlichkeiten sind bereits besichtigt und als gut befunden worden.

Bevor die Umzugskarton jedoch in Richtung Gesundheits-Campus auf die Reise geschickt werden, wird sich der Vorstand der Bürgerstiftung Balve unter Leitung seines Vorsitzenden Wolfram Schmitz mit der Thematik beschäftigen. Sie ist Eigentümer des Hauses, und nur wenn sie zustimmt, kann das Pfarrarchiv im Campus für zwei Jahre oder auch länger untergebracht werden.

Auf das Thema angesprochen, erklärte der Geschäftsführende Vorsitzende des Kirchenvorstandes St. Blasius Balve, Martin Gruschka: „Wir befinden uns noch in Verhandlung mit dem Gesundheits-Campus Sauerland. Ich habe heute Geschäftsführer Ingo Jakschies noch einmal kontaktiert, damit wir dieses Thema zeitnah abarbeiten können.“

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