Kursleiter Olaf Fabian-Knöpges demonstriert den Teilnehmern das richtige Unterheben von Kohle. Fotos:
Wocklum. Schmieden wie im Mittelalter – das konnte man dieses Wochenende beim 2-tägigen Workshop „Schmieden ab 18 Jahren“ an der Luisenhütte Fleißiges Schmieden an der Luisenhütte⁶erlernen. Seit über 15 Jahren betreibt Museumspädagoge und Historiker Olaf Fabian-Knöpges diesen Kurs und bringt interessierten Erwachsenen das vergessene Handwerk der Schmiedekunst bei.
8 Teilnehmer konnte der Kurs diesmal locken ,,Manche von ihnen haben Vorerfahrung, andere nicht. Aber das ist nicht schlimm, hier kann jeder das Schmieden lernen“, erzählt Herr Fabian-Knöpges. Unter diesem Motto lehrt er die Teilnehmer im Umgang mit Zange und Feuer.
Der Workshop ist auf zwei Tage aufgeteilt und dauert jeweils sechs Stunden. Am ersten Tag wurden die Teilnehmer mit den Grundlagen vertraut gemacht und konnten bereits erste, simple Werkzeuge schmieden. Darunter waren ein einfaches Messer aus Federstahl und ein Feuereisen.
Besonders anspruchsvoll wurde es dann am zweiten Tag, an dem das Gelernte für die Herstellung einer Damaststahl-Klinge genutzt wurde. Zur Herstellung dieses stabilen und zugleich flexiblen Messers müssen verschiedene Stahlsorten zusammengeschweißt und gefaltet werden, was eine Menge Kraft und Ausdauer erfordert.
Die gesammelte Handwerkserfahrung sowie das überaus befriedigende Gefühl, ein echtes Werkzeug aus einem Stück Eisen geschmiedet zu haben, sind nach Abschluss des Kurses jedoch nicht das Einzige, was bleibt. Denn alles, was geschmiedet wurde, konnten die Teilnehmer selbstverständlich auch behalten und mit nach Hause nehmen. Ein schönes und nützliches Andenken an diesen sehr einzigartigen Kurs. HE



