Holla, da scheint ja so einiges schiefgelaufen zu sein beim Brückenbau in der Helle, wenn Straßen.NRW von mehrseitigen Mängelaufstellungen spricht. Ein Beispiel nur nannten die Vertreter der Landesbehörde, und allein das ist schon als dramatisch zu bewerten, zumal man davon sprach, dass die Verkehrssicherheit beim jetzigen Bauzustand gefährdet wäre. Also steht da eine Bauruine.
Da hat die Baufirma einfach nicht freigegebenen Spannstahl benutzt. Es ist jetzt nur eine Vermutung: weil er billiger war. Für mich ergibt sich nun die Frage: Warum hat das keiner gemerkt? Straßen.NRW argumentiert, dass man beim Einbau nicht hinzugezogen worden wäre. Jetzt kommt es darauf an, ist der eingebaute Stahl als solcher in der Rechnung deklariert worden? Dann hätte es spätestens bei Kontrolle der Rechnung auffallen müssen – ist es ja vielleicht auch!
Sollte jedoch der Stahl nicht als der, der eingebaut worden ist, angegeben worden sein, handelt es sich ja wohl eindeutig um eine kriminelle Handlung und der Staatsanwalt ist in dem Fall gefragt. Alles Spekulationen – richtig! Die drei Vertreter von Straßen.NRW haben jedenfalls die Chance verpasst, Spekulationen und Vermutungen, die in Balve kursieren, wie „Teilabriss“, „Brücke zu schmal“ und vieles mehr, auszuräumen. Es darf weiter gerätselt werden, welche weiteren seitenweise schwerwiegenden Mängel vorliegen. Ich glaube nicht, dass jetzt der gravierendste Mangel genannt wurde.
Schon jetzt ist die B229n ein Witz. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass mir ein offizieller Vertreter von Straßen.NRW im Jahr 2015 gesagt hat: „Wir verstärken jetzt die Brücke. Die Betriebserlaubnis dafür läuft in fünf Jahren ab, dann muss die neue Straße fertig sein.“ Jetzt sind es 11 Jahre her.
Auch sonst wurden die Pressevertreter mit offensichtlichen Falschaussagen abgespeist. Bei Nachfragen Anfang eines Jahres hörte man dann: „Im Herbst fangen wir an.“ Im Herbst nachgefragt hieß es dann: „Es gab Verzögerungen durch Fledermäuse, doch in einem Jahr fangen wir an.“ Das geht jetzt seit etwa 2018 gebetsmühlenartig.
Auch diesmal gab es zum Baubeginn keine klare Auskunft. Vielleicht 2028 – ich sage, vielleicht auch nicht. Es würde mich echt wundern, wenn noch in diesem Jahrzehnt damit begonnen wird. Hoffen wir nur, dass die 150 Jahre alte Brücke durchhält, denn, so Straßen.NRW, sei die Stahlkonstruktion nur dafür gedacht, die Brücke aufzufangen, damit sie nicht in die Hönne stürzt. Holla!
Roland Krahl
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