Nach fetten Jahren kommen magere Jahre – und umgekehrt. Das war schon immer so und wird wahrscheinlich auch immer so sein. In den fetten Jahren soll der Speck geschaffen werden, der in den mageren Jahren verzehrt werden kann. Schlecht ist es hingegen, wenn nicht genug Speck da ist. Dann wird es bitter.
So scheint es nun der Stadt Balve und damit uns allen als Bürger dieser Stadt zu ergehen. Ja, es wurde in den fetten Jahren der Schuldenberg abgebaut und ein paar Milliönchen in die Rücklage gesteckt. Das war auch gut so. Denn Trump & Co. haben uns gezeigt, wie schnell sich die Lage ändern kann, wie schnell die Wirtschaft in Deutschland durch Zollpolitik und Kriege in die Knie gezwungen werden kann.
Hat die Stadt Balve in den fetten Jahren zu wenig für die Rücklagen getan? Ich meine nicht. Schließlich konnten zahlreiche Projekte vollendet werden, die das Leben in unserer Stadt besser gemacht haben. Es wurde in die Zukunft investiert. Ob sich das letztendlich auszahlen wird, wird sich zeigen, wenn diese Krise überwunden ist.
Doch jetzt gilt es vorrangig, die schwere Zeit gut zu überstehen. Da ist dann das Geschick der heimischen Politiker gefragt, die in den kommenden Wochen über den Haushalt beraten müssen.
Wo kann man mehr Geld einnehmen, ohne den Einzelnen zu sehr zu belasten? Wo kann ich Geld einsparen, ohne ungerecht und anmaßend zu werden? Die Ratsmitglieder sind nicht zu beneiden, jetzt die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen. Und eins ist auch klar: egal, wie sie sich entscheiden, Nörgler wird es immer geben.
Doch ich finde, gerade in schwierigen Zeiten rücken die Menschen enger beieinander, sprechen über ihre Probleme und finden schnelle Lösungen. Warum sollten das nicht auch Politiker können – nicht nur in Balve, sondern auch im Land und im Bund. Nur tut etwas
meint Roland Krahl
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