Kippen gehören in den Abfalleimer. Doch sollte dieser eine besondere Sammelteinrichtung haben, die im Innenstadtbereich meist fehlt.Foto: Karsten Sprawe

Neuenrade. Andrea Ziemann von den Wastewalkern, aber auch Simon Mai als Klimaschutzmanager von Neuenrade, beklagen den sorglosen Umgang mit Zigarettenkippen. Eine jetzt gestartete Aktion unter dem Slogan „Unsere Stadt ist kein Aschenbecher – jede Kippe zählt“, soll Rauchern nicht die Lust am Glimmstängel nehmen, sondern eher das gedankenlose Wegschnipsen des Filters eindämmen, denn zusehends wird das Stadtbild davon verunreinigt.
Die Anzahl eingesammelter Zigarettenreste können die ehrenamtlichen Müllsammler nicht beziffern, doch eine vierstellige Anzahl ist in kurzer Zeit zusammen. Neben Plakaten, die in einigen Schaufenstern aushängen und den Fokus auf die verantwortungsvolle Entsorgung lenken sollen, weisen Aufkleber darauf hin, wo der Rauchrest hingehört, nämlich in den Papierkorb. Und genau da wird wohl noch etwas nachgebessert werden müssen.
Besonders an den Bushaltestellen im Innenstadtbereich finden sich in den Haltebuchten jede Menge Kippen, die beim Warten auf den Bus gequalmt wurden. Abfallkörbe sind natürlich dort verfügbar, doch eine nicht genannte Raucherin erkennt gerade darin einen Fehler. Zwar lassen sich obenauf Zigaretten ausdrücken, doch den Stummel in den Behälter zu dem Restmüll zu werfen ist nicht immer eine gute Idee. Sollte doch noch Glut an der Zigarette sein, kann es in Verbindung mit zum Beispiel einer Brötchentüte im Abfallkorb zu einem Schwelbrand kommen, was in der Vergangenheit auch schon der Fall war. sp