Balve/L.A. (R.E.) In Langenholthausen bereitet sich seit drei Tagen ein bestialischer Gestank aus. Damit nicht genug, sorgen die Gase auch noch für ein Kratzen im Hals. Die Folge: Viele Bürger, je nachdem wie der Wind weht, können weder am Tag noch in der Nacht ein Fenster öffnen, um durchzulüften.

Dass der Gülle-Tourismus auch um Langenholthausen keinen Bogen macht, war vorgestern in der Nähe der Fischteiche deutlich zu erkennen. Hier lieferte ein Tanklastzug gleich 30.000 Liter Gülle (BILD), die in einen Container umgefüllt und wenig später von einem Landwirt abgeholt wurde, um das stinkende Düngemittel auf die Felder zu bringen.

Dass etliche Bürger aus L.A. derzeit nicht gut auf die Bauern zu sprechen sind, lässt sich nachvollziehen. Aber gegen die massive Düngung der Felder sind sie machtlos. Wie konstatierte doch die Landwirtschaftskammer auf Nachfrage: „Ab 1. Januar dürfen die Landwirte ihre Felder düngen, so sagt es die Düngeverordnung.“