Balve/Neuenrade. (R.E.) Da sich der Festspielverein Balve in einer prekären finanziellen Situation befindet und sich die Unterstützung durch die Stadt Balve in Grenzen hält, hatte sich die Bürgerstiftung Balve dazu entschlossen, zu einer Spendenaktion aufzurufen. Als der 1. Vorsitzende der Bürgerstiftung, Wolfram Schmitz, jetzt seinem Pendant vom Festspielverein, Lukas Koch, das Ergebnis mitteilte, war er überwältigt. Denn Schmitz ließ ihn wissen, dass in dieser Woche 13.000 Euro auf das Konto des Kulturvereins fließen.

„Das ist ein fantastisches Ergebnis. An dieser Spendenfreudigkeit ist deutlich zu erkennen, dass unser Festspielverein den Bürgern am Herzen liegt. Diese hohe Summe unterstreicht die Wertschätzung, die wir durch die Menschen erfahren“, betonte Koch. Ergänzend fügte Schmitz hinzu: „Viele Balver haben gespendet, aber auch Vereine, wie die Katholische Frauengemeinschaft Balve, die Caritas und ein Kegelclub, der sage und schreibe 1.500 Euro überwiesen hat.“

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Durch das finanzielle Engagement der Bürgerschaft sind 8.000 Euro zusammengekommen. Diesen Betrag stockte die Bürgerstiftung Balve, die den Festspielverein als unverzichtbar für die Kultur in Balve ansieht, um 5.000 Euro auf. „Diese Kohle hilft uns enorm“, sagte der 1. Vorsitzende Koch mit dem Hinweis darauf, dass sein Verein vor Beginn der geplanten Märchenwochen 2020 insgesamt 30.000 Euro investiert hatte.

Bedingt durch die Corona-Pandemie mussten jedoch bis auf die Veranstaltung „Versengold“, die am 26. September in der Höhle zur Aufführung gelangen soll, alle anderen abgesagt werden. Die Einnahmen aus diesem Stück reichen aber nicht annähernd aus, um die finanzielle Misere wesentlich zu lindern. Deshalb freut sich der Festspielverein darüber, dass zahlreiche Kulturfreunde, die sich ein Ticket für die Aufführung des Märchens „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ gekauft hatten, auf eine Rückerstattung verzichten. „Sie spenden ihr Eintrittsgeld oder kommen im nächsten Jahr, wenn wir dieses Märchen in der Balver Höhle zeigen“, so Koch, der darauf verweist, dass der Festspielverein in seiner jetzigen Konstellation im nächsten Jahr sein 30-jähriges Bestehen und 2022 seinen 100. Geburtstag feiern will.

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