Das Balver Team, das beim Wettberwerb ihren Film unter den 99 Besten platzieren konnte.  Foto: privat

Balve. Das Kurzfilmteam um Daniel Pütz und Markus Baumeister aus Balve stellte sich in diesem Jahr wieder 99 Stunden echter Herausforderung. Beide haben sich in den vergangenen Jahren bereits einen Namen gemacht, als sie beim größten Kurzfilmwettbewerb Europas, dem 99Fire-Award mit ihrem Beitrag „Blow“ den Publikumspreis einheimsten und zur Berlinale eingeladen wurden.

In 99 Stunden einen 99 Sekunden-Film
Das Konzept des Wettbewerbs ist einfach: Binnen 99 Stunden müssen die teilnehmenden Filmemacher einen kompletten Film auf die Beine stellen, der insgesamt 99 Sekunden dauert. Daraus werden dann die 99 besten gekührt, aus denen dann wiederum die einzelnen Preisträger von einer hochkarätig besetzten Jury ermittelt werden.
Zur Jury gehören in diesem Jahr Sonja Gerhard, Roman Knizka, Sönke Möhring, Tom Böttcher, Theo Carow, Peter Schulze, Anja Knauer, Jana Marsik, Minu Barati, Anika Decker und Tobias Schlösser. Der Hauptpreis für den besten Film beträgt 9.999 Euro.
Um sicherzustellen, dass der Film auch wirklich im benannten Zeitraum produziert wurde, ist das Thema vorher nicht bekannt und es müssen gewisse Dinge in die Filme eingebaut werden. In diesem Jahr war das ein roter Punkt. Das Thema in 2026 „2035 The Human Story – Beyond Tomorrow“ rief die Teilnehmenden dazu auf, sich Gedanken über die nähere Zukunft und den Umgang mit KI Gedanken zu machen.

Düstere Vision der Zukunft
In Baumeisters und Pütz’ Film wird hier eine düstere Version der Zukunft gezeigt. In einer dunklen Wohnung sitzt ein verdreckter Mann, der sich einen Würfel vom Kopf reißt. Der Würfel schwebt neben dem orientierungslosen Protagonisten und verwickelt ihn in einen Dialog.
Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Die Hauptrolle in „Das Programm“, wie der Film heißt, wird von Ali Matoshi gespielt.
Auch in 2026 war die Resonanz auf den Wettbewerb sehr stark. Insgesamt 2289 Einreichungen gab es laut Website des Veranstalters. Der Beitrag aus Balve hat es auf die Shortlist der besten 99 Beiträge gebracht und damit 96 % der Konkurrenz hinter sich gelassen.
Leider hat es dann für einen erneuten Preis nicht gereicht. Dennoch sind die beiden Filmemacher stolz: „Zunächst mal ist es toll in so kurzer Zeit überhaupt ein komplettes Projekt zu realisieren. Wenn man dann auch noch regelmäßig zu den Top-Filmen gezählt wird, dann ist der Preis irgendwann gar nicht mehr entscheidend. Außerdem hat man mittlerweile aus beruflichen Gründen kaum noch die Zeit, sich mal einem reinen Spaßprojekt zu widmen. Da ist der 99Fire immer ein guter Anlass, sich daran zu erinnern, warum man das ganze mal angefangen hat.“